Positive Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft sind Mangelware. Dass es für die Klimaweltmeister aus Hamburg noch schneller bergab geht als für große Teile der Bundesrepublik, hilft da nicht wirklich weiter. Für die Deutschen gilt mehr denn je das alte Motto der griechischen Tragödie: Handeln, leiden, lernen.
picture alliance/dpa | Marcus Brandt
Im hohen Norden setzt in den Wintermonaten die Dämmerung bekanntlich früher ein als im Süden. Seit sich die Hamburger Bürgerschaft im klimaapokalyptischen Furor die Ketten der CO2-Regulierung fester gezogen hat, scheint diese Beobachtung auch auf den wirtschaftlichen Schattenwurf zuzutreffen.
Überall im Land zeigen sich die Symptome einer schweren ökonomischen Erkrankung: Hunderttausende von Jobs gehen jedes Jahr verloren, Zehntausende Patente wandern gemeinsam mit ebenso vielen hoch ausgebildeten Fachkräften ins Ausland. Die nackten ökonomischen Kennziffern aus Hamburg allerdings weisen auf eine Sondersituation hin: 97.800 Arbeitslose meldete die Hansestadt für den August – dies ist der höchste Stand an Unterbeschäftigung seit Mai 2006. Deutschlandweit stieg die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen erstmals wieder über drei Millionen. Die Quote liegt bei 6,5 Prozent. In Hamburg liegt sie bei 8,6 Prozent – markant vor allem über dem westdeutschen Durchschnitt, der bei etwa 6,0 Prozent pendelt.
Dieser Graben wird sich öffnen. Dies stellt allein die Vorverlegung der Klimaneutralität auf das Jahr 2040 sicher. Die Bürgerschaft dekretierte es: Stadt, Gewerbe und private Haushalte müssen bis zu diesem Zeitpunkt vollständig auf die Emissionen von CO2 verzichten. Dabei weiß jeder vernünftige Mensch, dass dieser ideologische Unfug aus physikalischen, ökonomischen und sozialen Erwägungen zum Scheitern verurteilt ist – ein infantiles Märchen aus dem Paulanergarten ökosozialistischer Zivilisationsfeinde.
Handelskammer, Handwerkskammer und Industrieverband hatten sich im Vorfeld des Referendums massiv gegen die Verschärfung des Klimakurses ausgesprochen. Der Einwand fand jedoch kein Gehör. Ideologie sticht Ratio aus – wir kennen dieses Muster zur Genüge, nicht erst seit dem ebenso ideologisch geführten Kreuzzug gegen die Kernkraft. Bis 2040 müssen sämtliche Gas- und Ölkessel in Wohn- und Nichtwohngebäuden ausgetauscht werden. Diese Operation vollzieht sich am offenen Herzen der Stadt, da gleichzeitig das Gasnetz vollständig stillgelegt werden muss. Private Haushalte trifft es ebenso wie Gewerbebetriebe und Industrieliegenschaften.
Jährlich soll ein CO2-Budget mit exaktem Monitoring erhoben werden: Verbindliche Zwischenziele werden festgelegt und regelmäßig überprüft, das soll den regulatorischen Anpassungsdruck konstant halten und, wie es politisch euphemistisch verkündet wird, Investoren Planungssicherheit gewähren. Eines erreicht diese Politik ganz sicher: Private Investitionen wird es in diesem Umfeld keine mehr geben. Das ist gewiss.
Einen Vorgeschmack auf die Konsequenzen der Zerstörung des eigenen Wirtschaftsstandorts durch klimapolitischen Unfug erhielt die Stadt bereits zuvor. Die Hamburger Energienetze GmbH ist aufgrund der zentral geplanten und völlig verfehlten Energiepolitik gezwungen, im zweiten Halbjahr mit einem sogenannten Repartierungsverfahren zu beginnen. Konkret heißt das: Stromanschlüsse für Industrie und Großverbraucher müssen immer häufiger zugeteilt werden – die Mangelverwaltung setzt ein. Betroffen sind alle neuen Anschlüsse in Mittel- und Hochspannung mit mehr als 1,5 Megavoltampere Leistung – exakt jene Kapazitäten, die Wirtschaft und Industrie so dringend benötigen.
Hamburg wird zum Katastrophenstandort im toxischsten Land Europas. Die Lage ist fatal: In den vergangenen Monaten lagen in Hamburg Anfragen für Netzanschlüsse in einer Größenordnung von rund zwei Gigawatt vor, bei einer Spitzenlast im lokalen Netz, die gerade einmal 1,8 Gigawatt beträgt. Es ist wie so oft, wenn die Politik sich an die Stelle des Marktes setzt: Es entstehen Mangel, Korruption und Günstlingswirtschaft. Die Probleme, die daraus folgen – Arbeitslosigkeit, Energieknappheit und Ressourcenprobleme – werden in der Folge mit einer weiteren bürokratischen Ebene verwaltet. In Hamburg werden Sie bald erleben, wie sich eine grüne, postmoderne DDR anfühlt.
Es gibt jedoch auch eine gute Nachricht für die Hamburger: Noch leben wir in einer Demokratie. Der ökologische Spuk könnte also auch wieder abgewählt werden. Kann dies tatsächlich geschehen? Noch ist auch in Hamburg eine Menge ökonomischer Substanz vorhanden, die zunächst im Kraftwerk des grünen Sozialismus verfeuert werden muss. Danach sehen wir weiter.




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Das Hauptproblem sind SPD und Grüne! Überall, wo diese Typen sich an der Macht befinden, geht es bergab.Das ist In Hamburg so, in Bremen, in Niedersachsen, in Baden Württemberg. Und nicht zu vergessen im Bund!
Ich sehe schon die Scharen hungriger und frierender Hamburger bei uns in Mecklenburg einfallen. Wie in den 40er Jahren, als sie vor dem Bombenterror der Briten und Amis flohen. Bald fliehen sie vor Rot-Grün. Selbst gemachtes Elend. Mitleid fehl am Platze.
Hamburg, die Hamburger steuern darauf zu wie z.B. Berlin ebenfalls vom Länderfinanzausgleich bestens zu leben
In China heute oder im 3. Reich war das nicht der Fall:
„Es ist wie so oft, wenn die Politik sich an die Stelle des Marktes setzt: Es entstehen Mangel, Korruption und Günstlingswirtschaft. Die Probleme, die daraus folgen – Arbeitslosigkeit, Energieknappheit und Ressourcenprobleme“
Günstlingswirtschaft gibt es immer! jeder globale Konzern muss sich nach 45 nicht an Gesetze und Regeln halten, sie selbst bestimmen Gesetze und Regeln da die Politiker gekauft sind und werden!
Eine der großen Menschheitsfragen lautet:
Gibt es im Universum intelligentes Leben?
Und den Hamburgern verdanken wir nun die Teilantwort:
auf der Erde jedenfalls nicht.
Ein weiteres schönes Beispiel für gelungene Transformation in Hamburger Sinne: Das ehemalige Postbank-Areal in der City Nord (Überseering). Das markante, postmoderne Backstein-Ensemble aus den 1980er-Jahren (ehemals Postsparkasse) durchläuft die größte Transformation in ein ein gemischtes, urbanes Quartier. Bis es in 100 Jahren soweit ist, dient es einem überaus nützlichen Zweck. Vor dem finalen Umbau dient der Verwaltungskomplex der Stadt Hamburg als Großunterkunft für Geflüchtete (mit Kapazitäten für 900 bis zu 1.560 Personen. Bis dahin haben Feuerwehr und Entsorgungsunternehmen dort aufgrund hygienischer Umstände dort ordentlich etwas zu tun. Es gibt zumindest keine Langeweile.
HH ist, wie Hannover, eine sozialistisch-kommunistische Hochburg. Selbst wenn sie zwischen Ruinen umherirren, den messerschwingenden Facharbeitern ausgeliefert, würden sie nicht geläutert! Das ist sicher.
Wer brauchte schon das modernste Kraftwerk Moorburg? Ganz schlecht, weg damit.Das Hamburg der Zukunft: Chinesische Touristen schauen von der höchsten Etage der Elbphilharmonie auf leere Hafenanlagen, verwaiste Containerterminals, leere Docks, kräftige Ruderknechte durchpflügen mit Flachbooten die Hafengewässer statt emissionsausstossender Touristenbaskassen, die Luft ist rein, der Himmel blau und nicht mehr gebrauchte Container werden zu Wohneinheiten umgestaltet. Die Villenbereiche an der Elbchausssee und in Blankenese sind nur noch mit persönlicher Zugangsberechtigung erreichbar. Die Elbvertiefungs kann zu aller Freude unterbleiben. Klimaziele erreicht. Der Länderfinanzausgleich stellt den Rest der Bevölkerung ruhig. Schöne neue Welt.
Lost Places heißt eine Sendung im TV wo man alte Ruinen zeigt und rätselt wofür sie einmal gedient haben.
Sie werden es erst merken, wenn sie feststellen, dass man von Ökosozialismus nicht leben und nicht essen kann. Hoch lebe der neue Ökofaschismus im CO2-Neutralsten Norden aller Zeiten. Der Faschismus kehrt zurück, und er wird Euch aber sagen: Ich bin der Antifaschismus!
Es geht nur so, Herr Kolbe. Der Mensch, gerade der Deutsche Mensch, lernt nur über Schmerz. Die Hamburger Fachkräfte werden zukünftig in Rotterdam arbeiten & Steuern zahlen, während der Hamburger Patrizier zukünftig per Lastenfahrrad-Rikscha die Migranten chauffieren darf.
„Noch leben wir in einer Demokratie. Der ökologische Spuk könnte also auch wieder abgewählt werden.“
Und wenn sich jemand jeden Tag drei Flaschen Fränkischer Hochmoorgeist (alc. 56 Vol.-%) gibt, dann kann der nach Jahrzehnten einfach so aufhören und alles ist gut?