Die nächste Eurokrise ist unsere Schuld

Die Bundesregierung denkt nicht einmal ans Sparen. Das Haushaltsdefizit ist auf Rekordkurs, während Klingbeil sich die Steuereinnahmen schönrechnet. Frankreich zeigt, dass eine von Linken in Geiselhaft genommene Gesellschaft nicht in der Lage ist, einen ordentlichen Haushalt vorzulegen. Die Konsequenz: Eurokrise, Inflation, Steuerexplosion.

 

Der Euro vor der Zerreißprobe: Rekorddefizite, Steuerschätzung und die Grenzen der Stabilität. Die Zeichen im europäischen Währungsraum verdichten sich: Zwischen neuen Steuerschätzungen, wachsenden Haushaltslöchern und steigenden Defiziten wächst der Druck auf die Stabilitätskriterien der Eurozone. In dieser Ausgabe von „Vor dem Sturm“ analysieren wir die aktuellen wirtschaftspolitischen Entwicklungen und beleuchten die Frage, wie tragfähig das finanzielle Fundament der gemeinsamen Währung wirklich noch ist. Es droht eine anhaltende Schuldenspirale – vorangetrieben durch Frankreich und Deutschland. Denn auch die Bundesrepublik, der letzte Stabilitätsanker Europas, verschuldet sich über die Maßen. Die Konsequenz: Der Euro muss fallen – oder die Schulden müssen weginflationiert werden.

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Kommentare ( 9 )

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bkkopp
2 Stunden her

Das war sehr spannend !!! “ Weiterwursteln und inflationieren “ dürfte, leider, aus politischen Gründen zu erwarten sein. Deutschland wäre, wenn es gelänge die innere Blockade zu beseitigen, aber nicht ganz hilflos, und müßte nicht nur „sparen“. Auch gegen eine LePen wären wir nicht hilflos. Zu Frankreich kann Deutschland sowohl finanz- als auch industriepolitisch Samthandschuhe ausziehen. Deutschland müßte schlicht den wirtschaftlichen Notstand ausrufen und die Klimaziele aufkündigen, den Green Deal aufkündigen, das Verbrenneraus aufkündigen und jede CO-2-Bepreisung aufkündigen. Wir könnten auch aus den EU-Sanktionen gegen Russland weitgehend aussteigen und alle Energie kaufen die Russland liefern kann. Gas aus Niedersachsen, Reaktivierung… Mehr

Haba Orwell
7 Stunden her

> Frankreich zeigt, dass eine von Linken in Geiselhaft genommene Gesellschaft nicht in der Lage ist, einen ordentlichen Haushalt vorzulegen. Die Konsequenz: Eurokrise, Inflation, Steuerexplosion.

Ob in dieser Lage Kriege gegen Länder des Globalen Ostens (wie RIC – Russland, Iran, China) höchste Priorität bleiben können?

Ralle002
7 Stunden her

Der Euro ist nicht unser einziges Problem. Geld als solches kann ebenfalls nicht funktionieren. Wir sehen dies am einfachsten daran, dass etwa die Staatsschulden immer weiter ansteigen und der Staat mit der Zeit auch immer weiter ansteigende Sozialleistungen bezahlen muss. Unser Geld ist wegen der Art der Geldentstehung eher nur für eine Art Bezahlen mit Schuldscheingeld ausgerichtet. Dabei gibt es Schuldner (Staat/ Unternehmen/ Privathaushalte), in deren Namen die Banken Geld in Umlauf bringen, sobald Kredite aufgenommen werden. Ebenso verschuldet man sich beim Bezahlen. Darüber hinaus gibt es diejenigen, die es im Sinne eines Selbstzwecks versuchen immer mehr Geld einzunehmen, das… Mehr

joe limburger
15 Stunden her

Es zeugt von der kollektiver Realitätsverleugnung resp.-. verweigerung, wnn mann so eine kosmetisch getunte Figur noch im gleichen Atemzug mit dem Seriosität vorgaukelndem Begriff „Finanzminister“ nennt.

Last edited 15 Stunden her by joe limburger
Konradin
18 Stunden her

Frankreich lebt – und das gut und gerne – seit Jahrzehnten über seine finanziellen Verhältnisse. 1) Frankreich hat Gold im Wert von rund 300 Milliarden Euro. 2) Frankreich hat Unternehmensbeteiligungen – vor allem zur Wahrung „nationaler Souveränität“ bzw. Abwehr ausländischer und damit auch und gar vor allem deutscher Übernahmeavancen (siehe Deutsche Börse/Euronext, Siemens/Alstom) im Wert von rund 200 Milliarden Euro. (P.S. Im Gegenzug greifen französische Konzerne mit viel Zuspruch des französischen Staates jedoch gut und gerne in Deutschland zu: Siehe jeweilige Milliardenübernahmen wie Hoechst, Siemens-Kernkrafttechnologie (Areva) und -Informationstechnik (Atos), Opel, WMF, Hella, usw. Zudem wurden mittlerweile sämtliche operative Zentralen bzw.… Mehr

GermanMichel
13 Stunden her
Antworten an  Konradin

Wer den Angelsachsen und seine Geldverleiher an der Kehle hat, vergisst oft den französischen Wadenbeißer!

Die Deutschen waren definitiv das größte Volk der jüngeren Geschichte. Wie ein stolzer Löwe, umgeben von kichernden Hyänen, die sich zu großen Clans zusammen rotten und mit hinterhältigsten Methoden arbeiten, und es doch nur mit Ach und Krach, unter massiven eigenen Verlusten, schaffen den stolzen Löwen niederzuringen.

GermanMichel
20 Stunden her

70% der EU Schulden sind gegenseitige Schulden und könnten mit einem buchhalterischen Federstrich gegeneinander aufgerechnet werden. Problem gelöst. Wird aber nicht gemacht da bspw. Frankreich nicht dem italienischen Staat schuldet, sondern italienischen Privatbanken. Umgekehrt schuldet Italien nicht dem französischen Staat, sondern französischen Privatbanken. Und diese Banken haben schließlich hart gearbeitet für das Geld das sie verleihen, und tragen zudem das Risiko bei der Kreditvergabe, nicht wahr? Oder vielleicht doch nicht? Die Banken schöpfen das Schuldgeld einfach aus dem Nichts, sacken die Gewinne und Boni ein während die aktuelle Blase wächst, und schreien nach einem Steuergeld Bailout wenn die Blase platzt?… Mehr

Udo Zimmermann
20 Stunden her

Die jetzige EU hat mit der guten alten EWG und den Anfangserweiterungen nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Die EU-Brüssel sieht sich heutzutage als die zentrale Macht in Europa und sieht die Nationalstatten eher als Enklaven auf ihrem Gebiet.
Ich sehe die Grundidee nicht mehr als gegeben an und hätte gegen politische Abwicklung , d.h. Beendigung , der EU nichts einzuwenden. Die Kosten für diesen Selbstbedienungsladen sinfd einfach zu hoch.

Paul Brusselmans
20 Stunden her

Frankreich wird die Kurve irgendwie kratzen. Deutschland deindustrialisiert weiter