Deutschland verwechselt Bildung mit Anwesenheit. Die Schule ist ein träges System, dem der Wettbewerb fehlt und das unsere Kinder zu angepassten Befehlsempfängern macht statt zu selbstdenkenden Bürgern. Eine Polemik.
IMAGO / Guido Schiefer
Deutschland verwechselt Bildung mit Anwesenheit. Ein Kind gilt bei uns dann als ordentlich beschult, wenn es morgens pünktlich im vorgeschriebenen Gebäude sitzt, im 45-Minuten-Takt den Raum und das Fach wechselt und nachmittags ein paar Arbeitsblätter mehr im Ranzen hat.
Ob das Kind dann eigenständiger denkt, neugieriger geworden ist oder kreativer – dafür gibt es im Formular kein Kästchen zum Ankreuzen.
Monopol auf Unterricht
Um sich an unserer modernen Gesellschaft intellektuell und sozial überhaupt irgendwie zu beteiligen, muss ein Mensch lesen, schreiben und rechnen können.
Das sind die Grundlagen, und an denen hat sich immer noch nichts geändert – ganz gleich, was selbsternannte „Bildungsexperten“ anderes behaupten. Zusätzlich sind Kenntnisse über Geschichte (dazu gehört auch Religion), Naturwissenschaften und unsere freiheitliche Gesellschaftsordnung enorm hilfreich. Nicht wenige sagen: elementar.
Auch aus einer staatskritischen und freiheitsliebenden Position heraus kann man argumentieren, dass der Staat das Recht hat, Mindeststandards in der Bildung festzulegen. Aber es gibt kein auch nur halbwegs haltbares Argument dafür, weshalb der Staat das Recht haben sollte, den einzigen zulässigen Weg zu den Mindeststandards in der Bildung festzulegen.
Eine Bildungspflicht schützt das Kind. Die deutsche Schulpflicht aber schützt nur die staatlich anerkannte Schule vor Konkurrenz.
Klassenzimmer als Kasernenhof
Das ist kein Zufall und kein Versehen. Die Herkunft unseres Schulsystems hat weder etwas mit Menschenrechten zu tun noch mit Demokratie.
Das preußische Generallandschulreglement von 1763 verlangte Unterricht im „Nöthigen vom Christenthum“, im Lesen und im Schreiben. Das half gegen Analphabetismus. Preußen wollte damit aber mitnichten Freigeister züchten. Nein, die Monarchie brauchte verlässliche Untertanen; und die Industrie später brauchte pünktliche Arbeitskräfte.
Viele der alten Ziele stecken unverändert in den Gebäudeplänen unserer Schulen. Die Klingel gibt den Takt vor. Gleichaltrige Kinder bearbeiten zur selben Zeit denselben Stoff. Wer voraus ist, wartet. Wer zurückbleibt, bekommt eine schlechte Note. Wer anders lernt, muss sich der Methode anpassen – nicht umgekehrt.
Aus der Monarchie wurde eine Demokratie. Das ging an der Schule weitgehend vorbei; ihre innere Mechanik blieb erstaunlich preußisch. Dabei ist es auch egal, ob der Staat das Ganze organisiert oder irgendein privater Träger, den der Staat akzeptiert.
Misstrauen gegen Eltern
Das Bundesverfassungsgericht hat im Jahr 2003 den Schulzwang unter anderem mit dem staatlichen Interesse begründet, „Parallelgesellschaften“ entgegenzuwirken. Aus heutiger Sicht ist das nachgerade lächerlich.
Denn die Argumentation ist zum einen logisch löchrig – und außerdem von der Realität ad absurdum geführt.
Das logische Loch entsteht dort, wo Karlsruhe meint, dass der Zwangsbesuch einer staatlichen Institution Pluralismus erzeugt. Die Vernichtung durch die Wirklichkeit sieht jeder: Kaum irgendwo in unserem Land gibt es so massiv ausgeprägte „Parallelgesellschaften“ wie auf dem Schulhof.
Andere Demokratien scheuen sich nicht davor, Kinder auch anderswo als im Schulgebäude unterrichten zu lassen – und sie kommen prima klar damit. Eurydice, das Informationsnetzwerk der EU, erfasste 2018 in Europa 28 Bildungssysteme, in denen Eltern ihre Kinder zuhause unterrichten durften. Es gibt Kontrollen. Österreich verlangt jährlich eine externe Prüfung, in Dänemark begutachten die Kommunen regelmäßig den Lernerfolg. In England wurden im Herbst 2025 mehr als 126.000 Kinder zu Hause unterrichtet – das waren 1,5 Prozent der Altersgruppe.
Deutschland behandelt Eltern, die ihren Kindern selbst die wichtigen Dinge beibringen wollen, wie Monster, die ihren Nachwuchs vernachlässigen und für die Gesellschaft unbrauchbar machen. Dabei kann gerade auf psychische und pädagogische Besonderheiten – Hochbegabung, Autismus, Unterforderung – nirgendwo so individuell eingegangen werden wie im Elternhaus.
Trotzdem gilt: Erst kommt das Schulrecht, dann das Kind.
Endgültig grotesk ist dieser Anspruch, wenn man sieht, wie im Wortsinn kaputt die staatliche Schule ist: Lehrermangel, Unterrichtsausfall, funktionsunfähige Toiletten. Der Staat bekommt das Schuldach nicht dicht – aber er verfügt, dass trotzdem nur unter genau diesem Dach gelernt werden darf.
Viel Aufwand, wenig Erfolg
Auch die Ergebnisse stellen unserem Staatsmonopol auf Schulbildung das denkbar schlechteste Zeugnis aus. Bei der internationalen PISA-Studie 2022
fiel Deutschland in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften auf die niedrigsten jemals gemessenen Werte. Seit 2012 wuchs der Anteil von Schülern, die noch nicht einmal das Mindestniveau erreichen, in Mathematik um zwölf Prozentpunkte, beim Lesen und in Naturwissenschaften um elf Prozentpunkte.
Am Geld liegt es nicht. Bis zum Alter von 15 Jahren geben wir kaufkraftbereinigt knapp 105.000 Euro pro Schüler aus. Trotzdem besuchen 73 Prozent der Schüler Schulen, in den nach Angaben der Schulleiter (!) der Unterricht durch Lehrermangel beeinträchtigt ist. Nur 41 Prozent der Schüler besuchen Schulen, in denen die Schulleiter über die Neueinstellung von Lehrern selbst entscheiden. Im OECD-Durchschnitt sind es 60 Prozent.
Unsere Schulen tragen zwar die Verantwortung, dürfen aber nichts entscheiden. Klar, dann bräuchte man ja die unzähligen Sesselfurzer in den Schulämtern und Ministerien nicht mehr.
Beim digitalen Lernen wird es peinlich bis apokalyptisch. Die internationale Schulleistungsstudie „International Computer and Information Literacy Study“ 2023 (ICILS) untersuchte zum dritten Mal nach 2013 und 2018 die digitalen Kompetenzen von Schülern der Jahrgangsstufe Acht. Mehr als 40 Prozent unserer Achtklässler haben dabei nur eine der beiden untersten Kompetenzstufen erreicht.
Ein Viertel nutzte digitale Medien täglich für Schulaufgaben; in Dänemark waren es 87 Prozent. Beim informatischen Denken kam Deutschland auf 479 Punkte, Taiwan auf 548. China betreibt eine Lernplattform mit mehr als 178 Millionen Nutzern. Wir haben einen Datenschutzbeauftragten für das Tablet-Ausleihformular.
Besitzstandspädagogik
Mit der folgenden Aussage macht man sich Feinde. Aber wir sind ja nicht hier, um Freunde zu finden. Also:
Das größte Problem unserer Schulen sind die Lehrer.
Natürlich gibt es auch die engagierten und fähigen. Aber, so leid es mir tut: Der pädagogische Berufsstand in Deutschland ist erledigt. Das liegt maßgeblich an der berufsständischen Interessenvertretung, die sich die Lehrer da zusammengewählt haben. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) diskreditiert die Schulpflicht mit jedem Tag mehr.
Die Gewerkschaftsfunktionäre verhindern – wie es unsere Gewerkschaften regelmäßig tun – jede Reform, die den vertrauten Betrieb stören könnte. Zuständigkeiten und Besitzstände werden mit einer Leidenschaft verteidigt, die man sich im Unterricht wünschen würde.
Um jeden freien Tag wird gekämpft bis aufs Blut – und gegen die meisten technischen Neuerungen. Selbst SPD-Politiker kritisieren inzwischen, dass die Gewerkschaft die Einführung digitaler Werkzeuge durch immer neue Forderungen verzögert. Da geht es dann um „digitalen Stress“ der Lehrer; lückenlose Fortbildungskonzepte werden VOR der Anschaffung von Tablets ebenso gefordert wie Entlastungsstunden und eine vollständige administrative Betreuung durch IT-Fachkräfte.
Vor dem schnellen Einsatz von KI und adaptiven Lernsystemen warnt die GEW stets mit Hinweisen auf Gefahren für den Datenschutz, „sozialer Ungleichheit“ und – besonders apart – einer Entprofessionalisierung des Lehrerberufs. Mit anderen Worten: Die GEW will, dass Deutschlands Kinder so rückständig bleiben wie ihre Lehrer.
Dafür sind die Funktionäre sehr fleißig, wenn es darum geht, eine linke politische Agenda in den Schulen zu etablieren. Geradezu legendär wurde der gewerkschaftliche Vorschlag, an den Schulen Meldestellen für rechte Umtriebe einzurichten.
Gegen linke Umtriebe hat die GEW natürlich nichts.
Die Welt als Angestelltenparadies
Die deutsche Schule kennt den guten Abschluss, die gute Bewerbung und den guten Arbeitsvertrag. Ihr Idealbild ist der leitende Angestellte: pünktlich, zuverlässig, weisungsgebunden.
Der Unternehmer taucht im Unterricht allenfalls am Rand auf – und dann als zwielichtige Figur, deren unmoralische Profitgier pädagogisch desinfiziert werden muss.
Wie funktionieren direkte und indirekte Steuern? Wie liest man eine Bilanz? Was unterscheidet Umsatz, Gewinn und Cashflow? Wie funktionieren Zinseszins, ETF, Kredit und Haftung? Was sind die Fallstricke in einem normalen Mietvertrag? Das lernt man bei uns in der Schule kaum bis gar nicht. Wir erziehen unsere Kinder zu finanziellen Analphabeten. Ökonomische Selbstständigkeit gilt als exotisch bis anrüchig.
Der „Global Entrepreneurship Monitor 2024/25“ gibt der unternehmerischen Bildung an deutschen Schulen 2,3 von zehn Punkten. Schlechter schnitt keine andere untersuchte Nation ab. Wenig überraschend sind unsere Ergebnisse bei der sogenannten Gründungsquote; sie misst den Anteil der Menschen, die ein Unternehmen gründen oder gründen wollen, an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Diese Quote lag bei uns im vergangenen Jahr bei 9,8 Prozent. In den USA lag sie bei 19,3 Prozent, in Kanada bei 25,4. Fast jeder zweite Befragte in Deutschland gab an, er gründe kein Unternehmen aus Angst vor dem Scheitern.
Die OECD fordert eine nationale Strategie und weist darauf hin, dass Deutschland die Finanzkompetenz seiner Schüler nicht einmal ausreichend misst. Fast 90 Prozent der Erwachsenen sparen, aber nur 18 Prozent besitzen Anlageprodukte. Der deutsche Musterschüler legt sein Geld aufs Sparbuch und wundert sich später über verlorene Kaufkraft.
Es ist nun wirklich kein Zufall, dass der Roman „Der Untertan“ in Deutschland spielt.
Wille schlägt Zeugnis
Die erfolgreichsten Erfinder und Unternehmer unseres Jahrhunderts sind Schul- oder Studienabbrecher: Bill Gates, Steve Jobs, Mark Zuckerberg, Michael Dell.
Das liegt daran, dass keine Institution Begabung amtlich zuteilen kann. Ebenso wenig Ehrgeiz, Beharrlichkeit, Selbstdisziplin, Risikobereitschaft. Natürlich wird man nicht automatisch erfolgreich, wenn man nicht im staatlichen Schulsystem großgeworden ist. Aber unser System – so, wie es ist – bietet heute noch nicht einmal größere Chancen dafür, dass unsere Jugend im Wettbewerb besteht.
Die Alternative ist ja nicht der Rückfall in die Voraufklärung. Möge der Staat Mindeststandards setzen und diese auch abprüfen. Aber den Weg zum Ergebnis: Den wählen die Familien selbst. Das können öffentliche Schulen sein, Privatschulen, Genossenschaften, Lernzentren oder Hybridmodelle. Es kann auch der Unterricht zuhause sein.
Dementsprechend sollten wir unsere Bildungsausgaben verteilen. Das Geld muss dem Kind folgen, nicht dem Amt.
Wir reden gerne vom kritischen Denken, doch unsere Schulen belohnen nur unkritische Antworten. Wir fordern Individualität, lassen aber alle jungen Menschen im selben Takt arbeiten. Wir wollen Selbstständigkeit, zwängen unsere Kinder aber in einen Alltag voller Kontrollen und Vorschriften. So entsteht kein mündiger Bürger. So entsteht nur ein zuverlässiger Antragsteller.
Die freie Gesellschaft braucht Bildung. Die Schulpflicht hilft da nicht.


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>>Das Ziel eines intelligenten Menschen muss es daher nunmehr sein, Verantwortung in jeder Hinsicht …zu vermeiden. Hier stimme ich zu. Leider zeigt die Geschichte, wohin das führt. Das innere Ende des römischen Reiches kam lange vor dem äußeren, jenem durch die Völkerwanderung. Die Identifikation mit dem politischen Gebilde Rom und dem Status „Römischer Bürger“ wurde entscheidend durch die (Finanz-)Gesetzgebung zerstört. Die Feststellung des personenbezogenen Steuer-SOLLs war mangels Datenlage schwierig und der Mittelfluß daher stark schwankend. Um die Abgaben der Regionen an Rom zu erhöhen und zu verstetigen wurde gesetzlich ein Steuer-SOLL pro Steueramt eingeführt, für deren Erfüllung nun die Provinzgouverneure,… Mehr
Fast volle Zustimmung! Ich als Österreicher sehe: die externen (Home-Schooling-) Schüler haben die am weitesten höchsten Bildungserfolge und bestehen zuhauf mit „Ausgezeichnet“. Einen Einspruch: die sogenannte Digitalisierung ist eine Katastrophe. Nordische Länder machen bereits – laut Medien – ein massives Zurück hinsichtlich Tablets &Co. Ich sage: wer nicht analog lesen, rechnen, schreiben, formulieren, denken lernt, der macht sein Hirn kaputt und wird auch keine digitalen Spitzenleistungen erreichen, mit kreativen Ideen zur Programmierung und Entwicklung. Wer im Kopf nicht 25×17 ausrechnen kann, soll kein Tablet in die Hand bekommen. Digitales RAUS aus den Schulen. Natürlich aber: die Digitalisierung ist ein weiterer… Mehr
Man muss das System ändern! Man muss der wirklich extrem rotgrüne Agitation in den Schulen an den Kragen gehen! Auch die Spielarten der Sexualität haben in den Schulen nichts verloren! Aber Schulpflicht abschaffen wäre ein fataler Fehler! Gemeinschaftliches Lernen ist wichtig. Soziale Kompetenz erlernt man nur in der Gemeinschaft und nicht bei Mutti daheim am Küchentisch! Ich denke gern an meine Schulzeit zurück! Freude, Wut, Enttäuschung, Spaß, Rückschläge und Erfolge gehören zum Leben! Diese Erfahrungen macht man bewußt zuerst in den Schulen! Außerdem würden viele Kinder auf der Strecke bleiben, psychisch wie intellektuell!
Danke für Ihren ausführlichen Kommentar. Bin selbst Jurist, aber zum Glück bald am Ende meines Arbeitslebens, wobei zwischen 5 und 7 Jahren noch vor mir liegen. Mit dem Wissen und der Erfahrung von heute wäre es definitiv besser gewesen, ein Handwerk zu erlernen. Das ist immerhin eine sehr sinnvolle Tätigkeit, mit der einerseits gutes Geld verdient werden kann aber vor allem diese Fähigkeiten im Ausland sehr begehrt sind. Juristen haben diese Option nicht. Mir widerstrebt es auch immer mehr, all die in keiner Weise zielführenden und richtigen Gesetze und Verordnungen auch aus der EU umsetzen bzw. deren Umsetzung anmahnen zu… Mehr
Allein die Tatsache, dass wir Unternehmer Steuer“experten“ bezahlen müssen, um unsere Steuern zu bezahlen, oder Leute zu beschäftigen, kann nur gegen das Naturrecht sein. Ich als Kleinunternehmer weigere mich bereits, irgendwelche Vorschriften zu Verpackungen, Datenschutz und sonstige völlig sinnfreie beschäftigungstherapeutische Staatsmaßnahmen einzuhalten. Allein diese neue EU Verpackungsverordnung benötigt Wochen der Implementierung. DSGVO? Da muss man 500-Seiten-Bücher lesen, um sie zu verstehen. Ich weigere mich. Selbst um einer Strafe willen, die ist billiger als die sinnlosen Stunden, die man vergeudet mit den Ideen von kranken, gierigen, faschistoiden, hirnverzehrten, sich selbst dienenden Beamtenheeren, die uns vernichten, zerstören und wohl am liebsten exekutieren… Mehr
Ich verstehe Sie vollkommen. Genau wegen einer solchen absolut nachvollziehbaren Haltung werden die Strafen bei Nichtbefolgung allerdings so gestaltet, dass deren Verhängung für die meisten Unternehmen die insolvenz bedeutet.
Doch: Schulpflicht = Anwesenheitspflicht! Die These einer Schulleiterin im Norden Schleswig-Holsteins, die natürlich erst nach 1990 aus Ostberlin (!) nach Angeln kam, war folgende: Ein Schüler darf keine schlechte Zensur, z. B. „Ungenügend“ (6), erhalten, wenn er nicht überwiegend dem Unterricht fernbleibt, unabhängig, ob er sich am Unterricht beteiligt oder nicht, schriftliche Aufgaben anfertigt oder nicht usw. Und das unabhängig von den festgelegten Definitionen des Kultusministeriums und der Schulbehörden!
… , ja, führt dafür die Schulkür ein.
„Dann arbeiten wir eben mal 100 Jahre ohne Physik und Chemie.“ Wer hat’s gesagt?
»Der moderne Mensch ist ein Gefangener, der sich frei vorkommt, weil er darauf verzichtet, die Wände seines Kerkers abzutasten.« – Nicolás Gómez Dávila
Nicht jeder ist zum Unternehmer geboren, nicht jede hat das Potenzial zur Marie Curie. Grundsätzlich ist der kostenlose Schulbesuch eine soziale Errungenschaft und ein Angebot, etwas aus sich zu machen – ob es angenommen wird, entscheiden weder die Lehrkräfte noch der Staat. Natürlich ist das staatliche Schulwesen kompromisshaft und es gäbe Etliches zu verbessern, es will aber auch finanziert sein. Es ganz abzuschaffen, wäre aber dem Jetzt-Zustand nicht vorzuziehen.
Man muss nicht das Kind mit dem Bade ausschütten: Kinder/Jugendliche benötigen den sozialen Kontakt zu Gleichaltrigen, um nicht physisch und psychisch zu verkommen (siehe das sogenannte „Lernen zuhause“ im Rahmen der sogenannten „Corona-Pandemie“), wofür die Institution „Schule“ eine gute Grundlage legt; die Problematik, die sich in den BRD-Schulen widerspiegelt, ist die entsprechende Verweiblichung (https://www.statistik-bw.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/anzahl-der-lehrkraefte-an-allgemeinbildenden-schulen-stieg-um-18-zum-schuljahr-2023-24/), die wiederum dazu führt, dass Kinder/Jugendliche der weiblichen Destruktivität, die Bildung verunmöglicht, ausgesetzt sind (https://www.sueddeutsche.de/muenchen/gerichtsgutachterin-hanna-ziegert-ich-will-dass-frauen-sich-ihrer-destruktivitaet-bewusst-werden-1.3675612)!
ein Anfang wäre das Beamtentum für Lehrkräfte in Schulen und Universitäten abzuschaffen
Sie sind Lehrer oder Pädagoge? Staatliche Schulen sind ohnehin nicht mehr die cème de la crème.
Das darf doch nicht wahr sein! Gerade das Beamtentum für Polizei und Lehrer gibt die (mögliche) Gewähr, objektiv zu Entscheidungen zu gelangen und nicht einzelne Personen zu bevorzugen!
Die Schulpflicht abzuschaffen wäre ja eine Katastrophe. Man stelle sich vor hunderttausende Kinder mit islamischen Migrationshintergrund werden ausschließlich von ihren Eltern geschult. Dann gute Nacht….
Als Lehrer war ich immer dafür, die Schulpflicht, die es nur in Deutschland gibt, durch das Schulrecht zu ersetzen. Allerdings darf es dann auch kein Bürgergeld oder andere pekuniäre Vorteile geben. Warum? Denn so ist doch jedem Bürger daran gelegen, für sich und seine Kinder die bestmögliche Förderung zu erhalten und für eine solche aktiv einzusetzen. Man denke nur einmal daran, wie in den ärmsten Ländern – und vor zweihundert Jahren auch in Deutschland – die Kinder besondere Strapazen auf sich nahmen, eine Schule besuchen zu können. Man könnte sogar einen kleinen Obolus (Schulgeld) einfordern, denn „was nichts kostet, ist… Mehr
Als ob man diese Kinder beschulen könnte! Einem Pferd kann man auch nicht Klavierspielen beibringen!
Ich zitiere mal Herrn Reichelt Nius Live vom 18.08.26: „Familien dessen Kinder in der Schule KEIN deutsch sprechen können sind schnellstmöglich abzuschieben!“