"Mein Kampf tritt in eine neue Phase ein, er ist aber noch lange nicht vorbei" – so verabschiedet sich Karoline Leavitt (28) auf X: Die angriffslustige Sprecherin des US-Präsidenten will sich nach der Geburt ihres zweiten Kindes verstärkt ihrer Familie widmen.
picture alliance / Sipa USA | Sipa USA
Karoline Leavitt, die jüngste Pressesprecherin in der Geschichte des Weißen Hauses, gibt Ende August ihren Spitzenjob auf. US-Präsident Donald Trump schrieb in der Nacht auf Donnerstag über den Abschied seiner engsten Kommunikationsberaterin auf der Plattform Truth Social und sprach von einer Entscheidung, die er „voll und ganz verstehe und respektiere“.
Leavitt bleibt Beraterin des US-Präsidenten
Trump würdigte Leavitt überschwänglich als „eine meiner vertrauenswürdigsten Mitarbeiterinnen“ und „eine der besten Pressesprecherinnen in der Geschichte des Amtes“. Sie werde künftig als eine seiner wichtigsten externen Beraterinnen und als „einflussreiche Stimme“ innerhalb der Republikanischen Partei fungieren, speziell im Hinblick auf die bevorstehenden Kongresswahlen im November. Damit bleibt die enge Verbindung zwischen dem Präsidenten und seiner langjährigen Vertrauten formal bestehen.
Leavitt, die erst im Januar 2025 in das Amt berufen worden war, hatte im Mai 2026 ihre zweite Tochter Viviana zur Welt gebracht. Nach der Rückkehr aus dem Mutterschutz im Juli stellte sie fest, dass die extreme Belastung des Amtes nicht mit den Ansprüchen einer guten Mutterschaft vereinbar sei. „Seit meiner Rückkehr ins Weiße Haus nach der Geburt meiner Tochter habe ich im Herzen gespürt, dass ich nicht die beste Mutter für meine beiden kleinen Kinder sein kann, während ich die ständige Zeit, Energie und Aufmerksamkeit aufbringe, die die Rolle der White-House-Pressesprecherin verlangt“, schrieb sie nun auf X. Ihr Kampf trete nun in eine neue Phase ein, er sei aber „noch lange nicht vorbei“.
Die 28-jährige Kommunikations- und Politikwissenschaftlerin hatte das Amt mit außergewöhnlicher Schlagfertigkeit und kompromissloser Loyalität geprägt. In den Pressebriefings des Weißen Hauses war ihr direkter, oft scharfer Ton bei Journalisten gefürchtet. Sie wies kritische Fragen von Journalisten regelmäßig zurück, warf den etablierten Medien vor, „Fake News“ zu verbreiten, und verteidigte die Politik des Präsidenten ohne Wenn und Aber. Gleichzeitig öffnete sie die Briefings gezielt für Plattformen von Influencern, die als neue Medien erste Fragen stellen durften. US-Medien wie CNN, USA Today und NBC News beschreiben sie als unerschütterliche MAGA-Unterstützerin, die Trump auch in schwierigen Phasen – etwa während des anhaltenden Iran-Konflikts und bei sinkenden Umfragewerten – konsequent verteidigte.
Nun muss ein neuer Pressesprecher für das Podium des Weißen Hauses gefunden werden, der ähnlich kämpferisch und medienwirksam agieren kann. Bislang hat der US-Präsident noch keinen Namen eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin genannt.


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Ich fand ja schon ihre Vorgängerin Kayleigh McEnany sensationell – die ist jetzt leider bei FoxNews. Ich bin mir aber ziemlich sicher, daß der Don wieder eine fähige Sprecherin findet, die deutlich über dem Niveau von Karine Jean-Pierre oder deren Vorgängerin, der „I’ll circle back“-Tante Jen Psaki liegt. Beide Democrats-Sprecherinnen waren absolute Nieten.
Immer, wenn einer mal gut ist, hört er zu früh auf. (Oder wird aufgehört.)
Im langjährigen Durchschnitt sind die Teams dann höchstens mittelmäßig.
Im Fall Karoline Leavitt ein großer, dauerhafter Verlust. Schade, schade.
Als wertkonservative Frau setzt sie am Ende die richtigen Prioritäten: Das Hüten von Haus und Hof sowie die Familie gehen der Karriere im Staatsdienst eben vor. Mit 28 Jahren hat sie im Presseraum ohnehin bewiesen, dass ihre unerschütterliche Loyalität zur Führung fast schon religiöse, absolute Züge trägt – eine Form der blindgläubigen Verehrung, die in ihrer Konsequenz beinahe an ganz dunkle Zeiten erinnert, heute aber wieder als seltene Tugend gegen die allgemeine Beliebigkeit verkauft wird. Ein gewisser Verlust bleibt dennoch für die politische Debattenkultur. Kaitlan Collins von CNN dürfte die Nachricht mit Bedauern aufnehmen; ohne Karoline verliert das tägliche, harte… Mehr
Schade, Sie war wirklich klasse. Aber Trump hat in Personalfragen meist ein gutes Händchen, so daß man sich um die Nachfolge keine großen Sorgen zu machen braucht.
Überraschende Information und schlechtes Timing sprechen nicht für einen schönen Abschied hinter den offiziellen Verlautbarungen.
Sie will sich nun verstärkt um ihre Familie kümmern? Als Pressesprecherin im weißen Haus? Da würde ich ja gerne mal wissen was ihr Mann arbeitet. Wenn er das höhere Einkommen hat wird es sicher wieder auf die bekannte Politiker/hochrangiger Firmenmanager Ehe hinauslaufen….
Danke. War zu erwarten. Dann hat er sicher das höhere Einkommen und darf deswegen weiter arbeiten.
Karoline Leavitt:
• Scharfzüngigkeit & Schlagfertigkeit
• Unbedingte Loyalität
• Durchsetzungsvermögen
• Ehrgeiz & Dynamik
• Attackiert traditionelle Medien offen als Verursacher von Falschnachrichten und bricht konventionelle Kommunikationsmuster auf.
Solche Charaktere sind die Zukunft der Politik in der westlichen Welt ❗
« Solche Charaktere sind die Zukunft »
…wenn man sich Politik als verbale Schlägerei wünscht.
Sehr schade. Sie war großartig als Pressesprecherin.
Wünschen wir ihr und ihrer Familie alles Gute!
…und schöne Weihnachen für 5 Jahre im Voraus.
28jährige Ex-Pressesprecherin und „langjährige Vertraute“, so Trump …. Ich kratze mich am Hinterkopf.
Die langjährige Vertraute macht sich nach acht Monaten dünne. Verlässt das sinkende Schiff. Nomen est Omen. Leave it!
Auch die früheren langjährigen Vertrauten haben bereits Trump verlassen: >>>Maga ohne Trump? Carlson und Greene diskutieren neue Drittpartei<<<
Ob er wirklich „langjährige“ gesagt hat, ist fraglich. Google bringt auf Anfrage wie üblich nirgends die originale Äußerung Trumps, sondern nur die Einordnungen irgendwelcher Tschornalisten.