„Wenn die Europäer nicht schnell zu sich finden – dann gehen wir eben“

Die Plünderungen, Brandlegungen und die Gewalt in Paris und anderen französischen Städten sind für US-Präsident Donald Trump Belege für eine falsche Zuwanderungspolitik in Europa: Bei weiteren „anti-westlichen Tendenzen“ werden sich die USA zurückziehen.

US-Präsident Donald Trump vor dem Weißen Haus. IMAGO / MediaPunch
US-Präsident Donald Trump vor dem Weißen Haus.

„Wir stehen zu Europa trotz seiner Schwächen und seiner Fehler – und hoffentlich ist der aktuelle Orientierungsverlust nur vorübergehend. Aber wenn sie nicht bald ihren Weg finden, bleibt uns keine andere Wahl, als zu gehen“, sagte Donald Trump bei einer Rede am Montag. Er bezog sich dabei ausdrücklich auf die jüngsten Unruhen in Frankreich, Italien und anderen europäischen Ländern, die er auf Migration zurückführt, sowie auf die ausbleibende Unterstützung europäischer Partner während des US-israelischen Konflikts mit dem Iran.

„Paris sehr bald eine muslimische Stadt“

In seiner Rede und in den begleitenden Kommentaren auf Truth Social erinnerte der US-Präsident daran, die Europäer um Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus und im Iran-Krieg gebeten zu haben – „Hilfe, die wir nicht brauchten, sondern es war eher ein Test“. Die Partner hätten keine Unterstützung geliefert. „Das dürfen wir niemals vergessen“, sagte Donald Trump. Gleichzeitig forderte er Europa auf, seine Grenzen zu schließen und Personen abzuschieben, die „ihre Länder hassen“. Andernfalls sei Europa „finished“.

Und vor Journalisten und TV-Teams vor dem Weißen Haus meinte Donald Trump: „Ich habe Präsident Macron gesagt: Schließt eure Grenzen. Ich habe ihm das schon beim ersten Treffen gesagt, das war vor Jahren in meiner ersten Amtszeit: Schließt eure Grenzen, sonst bekommt ihr nichts als Ärger. Und jetzt haben sie jede Menge Ärger. Sie haben Leute ins Land gelassen, die ihr Land nicht lieben, die ihre Gebäude nicht lieben und die ihre Kunst nicht lieben.“

Proteste, Chaos, Plünderungen
Trump warnt Frankreich: „Schließt endlich eure Grenzen“
Trump dann weiter: „Emmanuel ist ein Freund von mir. Ich habe ihm schon vor langer Zeit gesagt, dass er in Frankreich einen großen Fehler macht. Er lässt einfach jeden aus der ganzen Welt rein. Die ganze Welt kommt rein. Und wie ihr wisst, wird Paris schon sehr bald eine muslimische Stadt sein. Und das war nicht die Absprache. Ich habe Emmanuel gesagt, er sollte die Grenzen schließen.“

Bereits im Frühjahr hatte Donald Trump gegenüber Reuters und dem Telegraph erklärt, er überlege „absolut“ einen Austritt aus der Nato, nachdem europäische Verbündete die Unterstützung des Iran-Kriegs verweigert und die Nutzung von Stützpunkten eingeschränkt hatten. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte die kollektive Beistandspflicht zeitweise nicht mehr eindeutig bekräftigt. Parallel läuft eine Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa. Im Mai ordnete das Pentagon den Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland an; weitere Reduzierungen stehen im Raum. Nato-Botschafter Matthew Whitaker versicherte in Warschau zwar, die USA „lieben euch noch“ und würden sich nicht zurückziehen – doch die europäischen Partner nehmen die Signale durchaus ernst.

Warnung vor zivilisatorischer Auslöschung

Die Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten (veröffentlicht 2025) warnt ausdrücklich vor einer „zivilisatorischen Auslöschung“ Europas: In dem 33-seitigen Dossier heißt es, die wirtschaftlichen Probleme des Kontinents würden von der „realen und noch dramatischeren Aussicht einer zivilisatorischen Auslöschung“ überlagert. Als Ursachen nennt die Strategie unter anderem die Migrationspolitik, die den Kontinent transformiert und Konflikte schürt, sowie die Einschränkung der Meinungsfreiheit, die Unterdrückung politischer Opposition, die sinkende Geburtenraten sowie den Verlust nationaler Identitäten und des Selbstbewusstseins der Europäer.

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Kommentare ( 101 )

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Mausi
22 Stunden her

Wer in Herrn Trump nur denjenigen sieht, der die Welt bewegt, um sich persönlich zu bereichern, der wird niemals erkennen, um was es den Republikanern geht. Der wird auch nicht erkennen, was in der EU auf dem Spiel steht. Und dort – in der EU, nicht in den USA – planen sie Schutzabgaben gegen Importe aus „Dritt“Ländern.

Rasio Brelugi
2 Tage her

Man darf nicht vergessen, dass der Bevölkerungsaustausch in vielen deutschen Städten schon abgeschlossen ist.
Berlin: Die Mehrheit der Erstklässler sind Migranten bzw. Muslime.
Köln, Frankfurt/M: Die Mehrheit der unter 18-Jährigen sind Migranten/ Muslime.
…

taliscas
2 Tage her

Frankreichs Sarrazin heißt Michel Houellebecq. Da nützen keine noch so hervorragend recherchierten und analysierende Bücher. Blöde Wähler bleiben blöde Wähler.

yeager
3 Tage her

Es ist natürlich auch eine Strategie die Masseneinwanderung dadurch zu bekämpfen, dass man die Lebensqualität in Europa der dritten Welt angleicht.

Apfelmann
3 Tage her

„Dann gehen wir eben“. Diese amerikanische Arroganz ist unglaublich. Als wären sie der Nabel der Welt. Trump sollte sich mal Gedanken machen warum er eines der unbeliebtesten US-Präsidenten ist und sein eigens Volk ihn abwählen will. Er wird die Midterm-Wahlen krachend verlieren. Alles andere wäre wohl eine Überraschaung. Die Demokraten reiben sich die Hände, die können zusehen wie Donald sich und seine Partei von allein sturmreif schießt.

Rasio Brelugi
2 Tage her
Antworten an  Apfelmann

Sie vermischen gerade die Dinge: Migranten, Muslime und Linke schießen gerade Europa sturmreif. Eine Verteidigung dagegen ist nicht erwünscht. Was sollen die US-Amerikaner dann noch hier?

moorwald
2 Tage her
Antworten an  Apfelmann

Sein Volk kann ihn nicht abwählen. Sie scheinen mit dem politischen System der USA nicht recht vertraut zu sein.
Die Zwischenwahlen, bei denen nicht der Präsident zur Wahl steht, die er also auch nicht verlieren kann, sind zwar ein Indikator, ändern aber an der Stellung des Präsidenten nicht viel.
Schon jetzt muß er sich von Fall zu Fall Mehrheiten suchen, ganz besonders bei den sehr selbstbewußten Senatoren.

Mausi
22 Stunden her
Antworten an  Apfelmann

Tja, in den USA funktioniert Wechsel noch. Und man stelle sich vor, das ist möglich. Obwohl Herr Trump doch nun wirklich alles versucht hat, um zum demokratischenDiktator zu werden. Bei uns in D darf nicht einmal eine Opposition mit ihren Politikern unbehelligt zu den Wahlen antreten! Ja, klar, weil bei uns sonst Alice Weidel zum demokratischenDiktator werden würde. Oder ein Herr Sigmund in Sachsen-Anhalt. Wie gut, dass in Berlin Die Linke endlich gemeinsam mit SPD und Die Grünen an einem Strang ziehen wird. Damit wird es hoffentlich bald nicht nur mit der AfD, sondern auch mit der schwarzen Union zu… Mehr

Last edited 22 Stunden her by Mausi
the ministry of silly walks
3 Tage her

Tja, wo er recht hat hat er recht….

Braunkohle
3 Tage her

Wer ist eigentlich Bürgermeister in New York

Kassandra
3 Tage her
Antworten an  Braunkohle

So einer wie bei uns in Hannover. Oder bald eine in Berlin.
Khan in London.
Der in Paris soll nur Kommunist sein – und (noch) kein Muslim.

Maja Schneider
3 Tage her

Donald Trump hat doch vollkommenen recht, ein Teil der westlichen Welt hat sich aufgegeben! Und wir sollen zuschauen wie alles, was wir bisher erreicht haben, zerstört wird, weil eine Minderheit das so möchte!?

Kassandra
3 Tage her
Antworten an  Maja Schneider

Wie kommt es, dass die dort stolz auf ihr Land sind wie Bolle – uns das aber abtrainiert wurde?
Hier gestern in Kansas: https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/117471292631052381

Rico
3 Tage her
Antworten an  Maja Schneider

In Summe ist es eben leider keine Minderheit !

Verzeihtnix
3 Tage her

Bei einem Angriff der Russen werden wir uns auch ohne die USA verteidigen. Bis zum letzten Grünen, bis zum letzten Linken, bis zum letzten Syrer und bis zum letzten Magrebiner.

Britsch
3 Tage her
Antworten an  Verzeihtnix

Das wird aber vermutlich nicht lange dauern? Werden vvn Denen nicht die Meisten schnell abhauen?

DDRforever
3 Tage her
Antworten an  Verzeihtnix

Genau deshalb wird der Russe niemals angreifen. Der müsste dann nämlich für deren Lebensunterhalt aufkommen und nicht sie.

M.Peter
3 Tage her

Recht hat er.
Ich kann zwar nicht die sicherheitspolitischen Konsequenzen eines US Austritts aus der NATO für die Sicherheitsinteressen und militärischen Stützpunkte der USA beurteilen, aber vielleicht ist das die einzige und letzte Möglichkeit den Kurs der Europäer in den Untergang zu verhindern.