Nach London rät auch Tokio zu Kauf von Notvorräten

Nur wenige Stunden nach den Warnungen des britischen Verteidigungsministers Wes Streeting mahnt auch die Regierung in Tokio die Japaner zur Beschaffung von Notvorräten. Andere Nationen raten ebenfalls zur Bevorratung.

Japan rät jetzt zu einer noch besseren Vorsorge vor Katastrophen. picture alliance / imageBROKER | Roland Marske
Japan rät jetzt zu einer noch besseren Vorsorge vor Katastrophen.

Japans Katastrophenschutzminister Goshi Hosono kündigte nun an, am 2. November eine „Notfall-Aufforderung“ an alle Haushalte, die Zentralministerien und die Präfekturen zu richten. Alle Bürger sollen sich mindestens drei Tage, möglichst eine volle Woche lang selbst mit Lebensmitteln, Trinkwasser und sonstigen lebenswichtigen Artikeln versorgen können, falls staatliche Hilfe zunächst ausbleibt.

Vorräte für drei Tage

Hosono sagte dazu aktuell in einer TV-Sendung: „Mindestens drei Tage sollten Essen und Wasser zu Hause vorhanden sein. Wenn mehr Menschen sich selbst helfen können, lässt sich die Hilfe auf diejenigen konzentrieren, die sie wirklich brauchen.“ Die Formulierung zielt auf die Stärkung der sogenannten Selbsthilfe bei Ereignissen ab, die Japan als „nationale Katastrophe“ einstuft.

Warnung aus London
Britischer Verteidigungsminister: "Kauft Notvorräte und Kurbelradios"
Die neue japanische Behörde soll als zentrale Kommandozentrale unter dem Kabinett fungieren und wird 350 Mitarbeiter beschäftigen. Ihr Auftrag reicht von der Vorsorge über die unmittelbare Krisenbewältigung bis zu Wiederaufbau-Planungen. Der Minister erhält die Befugnis, Empfehlungen an andere Ressorts auszusprechen, die diese zu berücksichtigen haben. Hosono, der die ostjapanische Erdbebenkatastrophe 2011 als Mitglied der Regierung erlebte, bezeichnete die Bewältigung der Folgen von Nankai-Trough-Mega-Beben, eines möglichen Erdbebens bei Tokio, oder großer Grabenbeben entlang des Japan- und Chishima-Grabens sowie die Folgen eines Fuji-Ausbruchs als zentrale Aufgabe der neuen Institution.

Die konkreten Vorratsempfehlungen schließen an langjährige japanische Leitlinien an: Pro Person und Tag gelten etwa drei Liter Trinkwasser für Trinken und Kochen als Richtwert. Für einen Haushalt mit drei Personen bedeutet das für drei Tage bereits 27 Liter, für eine Woche 63 Liter. Empfohlen werden zudem haltbare Lebensmittel wie vorgekochter Reis in Beuteln, Instant-Nudeln, Konserven, getrocknete Gerichte und Camping-Toiletten. In Notfalltaschen gehören außerdem Taschenlampe, Powerbank, Erste-Hilfe-Material, regelmäßig benötigte Medikamente, Bargeld in kleinen Scheinen und Kopien wichtiger Dokumente. Die sogenannte Rolling-Stock-Methode – Vorräte laufend verbrauchen und ersetzen – soll die praktische Umsetzung erleichtern.

Nur kurz vor der japanischen Regierung hat das britische Verteidigungsministerium die Kampagne „Be Ready“ vorgestellt, TE berichtete: Haushalte werden dort ebenfalls angehalten, sich für mindestens drei Tage vorzubereiten und etwa neun Liter Wasser pro Person, haltbare Lebensmittel, ein batteriebetriebenes oder Kurbel-Radio, Bargeld, Taschenlampe und grundlegende Hygieneartikel einzubunkern. Die Begründung in London umfasst extreme Wetterereignisse, Cyberangriffe und mögliche Störungen kritischer Infrastruktur. Premierminister Andy Burnham und weitere Regierungsmitglieder wiesen dazu auf eine „Häufung unvorhersehbarer Störungen“ hin.

Aber auch die Regierungen anderer Nationen rieten in den vergangenen Monaten bereits zum Anlegen von Notvorräten. Dazu zählen Belgien, Irland, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Polen, Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark, Estland, Litauen, Lettland, die Schweiz und auch Taiwan.

Journalistin Eva Herman stellt dazu Fragen

Die bekannte freie Journalistin Eva Herman schreibt zu dieser Entwicklung auf X: „Okay, jetzt wird es ernsthaft besorgniserregend. WARUM ZUM TEUFEL HÖREN WIR ÄHNLICHE WARNUNGEN VON REGIERUNGEN AUF DER GANZEN WELT? Nahrungsmittelknappheit. Stromausfälle. Cyberangriffe. Ausfälle kritischer Infrastrukturen. Notvorräte. Verschiedene Regierungen. Verschiedene Kontinente. Eine zunehmend vertraute Botschaft. Sind wir Zeugen eines außergewöhnlichen Zufalls oder einer GLOBALEN KOORDINIERUNG? Und wenn Regierungen ihre Vorsorge koordinieren, worauf genau bereiten sie sich dann vor? Denn diese Warnungen lassen sich nur noch sehr schwer ignorieren.“

Die britische Katastrophenexpertin Professor Lucy Easthope hat sich im Gespräch mit dem BBC-Sender Radio 5 Live zu den Krisen-Maßnahmen positiv geäußert: Sie lobbyiert bereits seit Jahren für derartige Sicherheits-Kampagnen. Das Ziel des Anlegens von Notvorräten sei, die Notdienste zu entlasten (etwa durch zu Hause aufbewahrte wichtige Medikamente). Sie warnt vor einer „Panikmache“, aber hält die Botschaft für sinnvoll.

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Kommentare ( 33 )

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33 Comments
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Andreas F
59 Minuten her

Für Japan ist ein Notvorrat sinnvoll. Das Land wird jedes Jahr von mindestens einem schweren und mehreren schwachen Erdbeben getroffen. Dazu kommt die Taifun-Saison im Sommer, welche jedes Jahr zu Erdrutschen und Sturzfluten führt. Im bergigen Japan kann ein Dorf dadurch recht schnell von der Außenwelt abgeschnitten werden und die Versorgung aus der Luft kann manchmal schwierig sein.
Dazu braucht es nichtmal das erwartete Mega-Erdbeben oder einen Ausbruch von Fuji oder, noch schlimmer, Aso.

In England… ja, da fürchtet man wohl die Folgen der eigenen Politik

bfwied
1 Stunde her

Also, der Notfall dürfte für Deutschland wohl schwerlich durch Russland hervorgerufen werden!! Aber ein Notfall durch Energiemangel wird meiner Ansicht nach ganz sicher irgendwann absehbar eintreffen. Wenn man bedenkt, dass die Gasspeicher, auf die man im Winter angewiesen ist, heuer nur zu etwa 60 % bis 2/3 gefüllt sind, dabei noch andere Länder Gas abzweigen können, dürfte klar sein, dass erst der Industrie das Gas fehlt – also kein Verdienst!! -, dann den Privathäusern. Außerdem wird dann absolut sicher der Strom rationiert werden oder ganz ausfallen. Das Pikante ist ja, dass die Traumtänzer an den Berliner Schaltstellen tatsächlich glauben, und… Mehr

Kraichgau
1 Stunde her

jeder weiss,das es bei der irren Kriegstreiberei der EU-Verstrahlten früher oder später knallen wird,und das wird Auswirkungen weit über Europa hinaus haben…

Guzzi_Cali_2
2 Stunden her

Schon letzten Winter habe ich mit Energieknappheit gerechnet und entsprechend vorgesorgt. Dank unserer linksgrünen Migrantifa könnte es diesen Winter noch richtig nett werden; vor allem in den Städten. Ich nenne AUSDRÜCKLICH die GRÜN-INNEN mit, denn die sind ja IMMER ganz vorne dabei, wenn es um die Bekämpfung und Verächtlichmachung derer geht, die ihren Verstand noch zusammen haben – im Gegensatz zu ihnen selbst. Mal sehen, wie sich die GrünwählendInnen fühlen, wenn ihre Wärmepumpe plötzlich nicht mehr laufen will, weil man zu deren, und auch der Solarpanels, Steuerung nunmal Strom braucht.

Last edited 2 Stunden her by Guzzi_Cali_2
bfwied
1 Stunde her
Antworten an  Guzzi_Cali_2

Und wenn es einen kalten Winter geben sollte, wozu viele Anzeichen hindeuten – man eruriere selbst, aber nicht mit KI -, dann werden in vielen Häusern die Wasserrohre platzen und die Wärmepumpen unbrauchbar werden.
Das eizig Gute wird sein, dass viele Leute dann die Augen endlich öffnen und sehen, was die Grünlinken in ihrer maßlosen Dummheit anstellen.

Mike76
2 Stunden her

Alle Jahre mal wieder was Neues. Erst Corona, jetzt irgend etwas anderes oder der einfach nur der „böse Russe“. Das sollte man gelassen sehen. Vielleicht soll so ja auch nur der Umsatz bestimmter Branchen gepusht werden.

Jerry
1 Stunde her
Antworten an  Mike76

Ich bin nur insofern etwas überrascht, weil Leute (die in weiser Voraussicht für sich privat vorgesorgt haben), bis vor kurzem noch Prepper, rechte Spinner, Schwachköpfe, Verschwörungstheoretiker oder gerne auch Nazis waren. Das haben doch nur die Doofen gemacht, die Schlauen sind lieber täglich für 2 Bananen zum Bioladen gefahren. Und nun der Sinneswandel?

Kassandra
2 Stunden her

Hier auch aus den USA:
🚨 Dan Bongino Advises Families to Stock Up on Emergency Food, Water, and Batteries
“There have been some warnings put out … about 30 days of preparedness … Get yourself some emergency food and water … There’s nothing wrong with being prepared.” https://x.com/TheChiefNerd/status/2114978795958698024?s=20

gast
3 Stunden her

Wir haben schon vorgesorgt. Eine neue Ölheizung, die im Ernstfall hoffentlich noch ein paar tausend Liter Öl vorrätig hat, einen Generator, um ihren geringen Strombedarf zu befriedigen und das Weinlager reicht für gut eine Woche.

Jack
3 Stunden her

Wenn man solche Empfehlungen ausspricht, darf man dann als Bürger nicht erwarten, dass man gesagt bekommt warum diese Empfehlungen ausgesprochen werden? Irgendwie muss man ja darauf kommen, so bleibt es wie oft diffus und lässt der Phantasie ihren Lauf. Oder geht es darum Panik zu vermeiden?

Last edited 3 Stunden her by Jack
Zebra
3 Stunden her

Ich fand die 60 und 70er Jahre besser. Werde mir jetzt einen Notvorrat an Whisky zulegen.

Jerry
1 Stunde her
Antworten an  Zebra

Das ist eine gute Idee, so mache ich das auch immer.

Michael W.
1 Stunde her
Antworten an  Zebra

Hab‘ ich. Und Gin und Rum und Wein. 4 Kisten Weizen auch.
Damals stand übrigens eine Liste mit Notvorräten hinten auf jedem Telefonbuch! Es gab ein Bundesamt für zivilen Bevölkerungsschutz. Das wurde 1974 in Bundesamt für Zivilschutz (BZS) umbenannt.

Autour
3 Stunden her

Politiker machen das was sie am besten können… Menschen in Angst versetzen… Angst frisst Gehirn.. somit lassen sich die verängstigten Massen viel leichter steuern… hat man doch bei dieser lächerlichen Erkältung gesehen wie plötzlich alle am austicken waren…