Sozialleistungsbetrug durch Roma – welche politischen Stellschrauben gibt es?

Eine mdr-Dokumentation berichtet über Sozialleistungsmissbrauch und verdreckte Stadtviertel durch Roma. Gezeigt wird, wie drei Städte damit umgehen. Enxhi Seli-Zacharias (AfD) gibt weitere Einblicke in die Thematik.

screenshot X Emilio Colmenero

Der MDR geht in seiner Dokumentation „EU-Armutsmigration: Sozialstaat in der Sackgasse?“ dem Sozialleistungsbetrug in drei deutschen Städten nach. Gezeigt wird, wie sich einzelne Stadtviertel seit einer verstärkten Zuwanderung aus Rumänien, durch Roma verändert haben. Die Reporterin Jana Gareis besucht Magdeburg, Halle und Hagen und die Hauptherkunftsorte der Roma in Rumänien.

Der Zuschauer erfährt, dass sich die Sozialleistungen für Rumänen in Deutschland seit 2013 verzwanzigfacht haben. Von damals 143.000 Euro auf drei Millionen Euro in 2025. Und das pro Jahr.

Stadtviertel vermüllen seit Jahren und der Verdacht, dass Roma bei den Sozialleistungen betrügen, wird thematisiert. Die Ursache? Eine Gesetzeslücke, erklärt die Dokumentation. Nachdem die EU 2014 die Arbeitnehmerfreizügigkeit auf Bulgarien und Rumänien für die gesamte EU ausgedehnt hat, gab es zwei Jahre später eine Gesetzesanpassung, um Leistungsmissbrauch vorzubeugen. Wer Sozialleistungen beziehen will, muss beschäftigt oder selbstständig sein und das nachweisen. Allerdings reiche bereits eine geringfügige Beschäftigung, um Sozialleistungen und Kindergeld zu beziehen. In Halle, erfährt man, gab es 2018 plötzlich viele selbstständige Schrottsammler.

Auf Anfragen der mdr-Redaktion hat die EU-Kommission nur ausweichend reagiert: EU-Freizügige sollen den Sozialstaat des Aufnahmelandes nicht belasten. Gareis Befund: „Die EU kennt das Problem, sieht es als ein rein deutsches Problem und hat absolut nicht vor irgendwas an der EU-Freizügigkeitsrichtlinie zu verändern“.

Wie gehen Hagen, Magdeburg und Halle damit um?

Wie die EU Leistungsmissbrauch ermöglicht
Missbrauchte Freizügigkeit: Deutsche Stadtviertel verkommen, rumänische Dörfer blühen auf
Die städtischen Behörden haben unterschiedliche Antworten auf das Problem gefunden: Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris: Es müsste die EU-Regelung angepasst werden, daran lasse sich auf kommunaler Ebene nichts ändern. Sie könnten nur Symptome bekämpfen, Bund, Land und EU müssten die Rahmenbedingungen schaffen. Man habe in Magdeburg überlegt, den Wohnraum regelmäßig zu kontrollieren, aufgrund fehlender Ressourcen dies aber nicht umgesetzt.

Anders sehen das die Städte Halle und Hagen. In Halle überprüfen allein im Jobcenter neun Beamte möglichen Sozialleistungsbetrug, um Missbrauch und Scheinselbstständigkeiten aufzudecken. Jan Kaltofen, der Jobcenter-Chef erläutert, dass es typische Muster gäbe: beispielsweise immer gleiche regelmäßige Einnahmen. Bei Angestellten sei das allerdings schwieriger zu ermitteln. Man bräuchte andere Zugangsregelungen. Der aktuelle EU-Rahmen schränke ein, ergänzt eine Stimme aus dem Off.

Hagen hat sich vor zehn Jahren eine „Taskforce“ geleistet. Diese kontrolliert mit bis zu zwanzig Beamten koordiniert und regelmäßig sogenannte „Problemimmobilien“, überprüft Mietverträge und Immobilien- und Wohnungszustand. Habe sie etwas zu beanstanden, prüft sie beim nächsten Mal wieder. Das wirke, meinen die Einsatzmitglieder. Frederik Kowalski, der Einsatzleiter in der Dokumentation, wünscht sich noch mehr Möglichkeiten: Informationen „auf Knopfdruck“, dass Jobcenter und Ämter enger zusammenarbeiten, um „Dinge nicht so eskalieren zu lassen“.

Die EU-Gesetzeslücke ist das kleinere Problem

„Hey, nein! Komm her!“, ruft Enxhi Seli-Zacharias einem Mann zu, der sich vor dem Putzen in einen Hauseingang verzieht. Einem Mädchen, das anbietet dies zu übernehmen, erwidert sie: „Nicht nur Frauen! Du musst lernen: Männer auch, auch Männer müssen sauber machen“. – Die AfD-Landtagsabgeordnete in NRW und Stellvertretende Sprecherin des AfD-Kreisverbandes Gelsenkirchen erregte viel mediale Beachtung mit ihrem „Putzaktionsvideo“ in Gelsenkirchen-Ückendorf, dass sie am 12. April auf X teilte. Dort forderte sie vor laufender Kamera Roma auf, vor ihren Häusern für Ordnung zu sorgen und sauber zu machen. Viele Medien warfen ihr Antiziganismus vor, den sie entschieden zurückwies.

Das Problem mit den Roma, den vermüllten Stadtvierteln und Sozialleistungsbetrug beschäftigt sie schon länger, seit sechs Jahren sei es akut, berichtet sie am Telefon. Sie erklärt, dass viele Häuser abgerissen werden müssen. Dort könne man nicht mehr wohnen. Seit ihrer „Putzaktion“ sei es in Ückendorf ruhiger und sauberer geworden. Das liege auch daran, dass die Stadtreinigung ihr Reinigungsintervall erhöht habe. Das sei noch nicht der Standard, den sie sich wünscht, aber wenigstens besser als zuvor.

Seli-Zacharias sieht den Fehler am derzeitigen Missstand in vielen Städten und Kommunen weniger in einer Gesetzeslücke, als an einer „schulterzuckenden“ Akzeptanz Deutschlands an „nicht nachweisbaren rudimentären Grundbedürfnissen“, die für die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit gefordert werden, oft fehle eine Krankenversicherung oder eine bezahlte Beschäftigung. Das sei ein „Raubzug, der schon seit Generationen gemacht wird“, wirft sie der Roma-Gemeinschaft vor. Auf kommunaler Ebene ist die Ausländerbehörde für die aus Osteuropa nach Deutschland migrierten Roma zuständig. Dort müssten deren tatsächliche Aufenthaltsvoraussetzungen konsequent geprüft werden.

Sie hat ihren eigenen Blick auf das „Fahrende Volk“: „Was sie ihren eigenen Leuten antun, sollte man nicht unterschätzen“, meint sie. Viele seien Opfer ihrer eigenen ethnischen Strukturen, in denen Patrone über die Familie entscheiden würden. In den europäischen Bordellen würden viele Roma-Frauen arbeiten. Einige würden die eigenen Frauen, teilweise auch Kinder zwangsprostituieren. Viele könnten nicht richtig lesen und schreiben. Darüber wolle keiner sprechen und kein Journalist schreiben, sagt sie. Das Statistische Bundesamt bestätigt zumindest, dass ein Drittel aller angemeldeten Prostituierten in Deutschland aus Rumänien stamme, über die Dunkelziffer von illegaler Prostitution trifft die Seite keine Aussage, auch nicht über die Ethnie.

Sie ist überzeugt, wenn man es den „Zigeunern unbequem macht“, dann gehen sie freiwillig weg. Nicht umsonst würden sie „Fahrendes Volk“ genannt. Für sie ist das oberste Ziel, dass sie den Rückzug aus Gelsenkirchen antreten. Auch EU-Nachbarländer haben ähnliche Problemviertel, aufgrund des Sozialstaates sei Deutschland aber besonders attraktiv, meint sie.

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Kommentare ( 33 )

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lavoyageuse
2 Tage her

2025 in Rumänien: Zitat eines ca 45 J Rumänen auf meine Frage: „Würden Sie gerne in den Westen gehen ?“ Antwort: Niemals. Seit das ganze Gesindel unser Land verlassen hat, um in Deutschland ein finanziertes Luxusleben geschenkt bekommen zu kriegen, ist unser Rumänien ein ruhiges, sicheres Land geworden“. Das war auch mein Eindruck, bzw. was ich erlebt habe, nach 3 Wochen Single Rundreise mit Öffentlichen Verkehrsmitteln.

Ralle002
2 Tage her

Hier trifft Matthäus 7,3 zu: Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Unser Geld ist als solches ebenfalls Betrug, weil Banken ihre Kredite aus dem Nichts verleihen. Unsere Politik verwendet in allen Bereichen ein verdrehtes Vokabular. Eigentlich gibt es auch gar keine Arbeitnehmer, weil das Nehmen von Arbeit nicht der Sinn des Wirtschaftens sein kann. Wenn jemand angebotene Arbeit verweigert? Wir sollen also arbeiten, weil wir doch völlig offensichtlich kein Geld mehr haben. Das ist eine Milchmädchenrechnung, die auf Dauer nicht aufgehen kann. Wir werden von Dummen regiert.

bfwied
3 Tage her

Die Linksgrünen – schlicht Linksblock aus Die Linke, SPD, Grüne, Teile der CDU – halten den Fetisch der absoluten Toleranz hoch, so dass jegliches Verhalten, total asoziales, Vielehe, Kinderverheiratung, Schächtung, Ehrenmorde etc. toleriert wird, zumindest, bei Mord, alle erdenkliche mildernde Umstände durch Kultur ins Spiel gebracht werden. Durch die umfassende totale Toleranz gegenüber Teilen der Gesamtgesellschaft fällt jede Gesellschaft in die Strukturlosigkeit, in der sich niemand mehr verpflichtet sieht und sich nicht mit dem Staat identifizieren kann, im Gegensatz zu allen anderen Staaten – die Schweizer Fahne weht überall, die USA-Fahne sowieso, wohin man schaut …! Wer, wie Merkel, das… Mehr

Vati5672
3 Tage her

Die EU Freizügigkeit für ALLE kündigen. KEINE Auffüllung der Minimalverdiener auf Bürgergeldhöhe. (250 „verdienen“ (muß nicht mal echt sein) 1000 – 3000 kassieren. Je nach Familiengröße Haben wir in der Gegend eine Sperrmüllecke. Ungenutzter Grünstreifen von ein einigen Quadratmetern Größe zw. Radweg und Straße bei einer größeren Wohnanlage. Die Sperrmüllabfuhr entsorgt es ab und an. 3. Ist es hier sonst gut gelöst. Entweder, Kleinigkeiten kosten nix, Auto voll kostet etwas in den Recycling- höfen und man kann 2 x im Jahr kostenfrei Sperrmüllabfuhr beantragen. Enxhi?! Finde ich gut! Geht auch dahin wo es weh tut. Hat keine Angst vor hüstel… Mehr

Ulrich
3 Tage her

1929 wurde in Frankfurt auf Antrag der SPD ein „Konzentrationslager“ für das „Fahrende Volk“ an der Friedberger Landstraße eingerichtet. Vielleicht sollte die AfD die OB von Gelsenkirchen (SPD) daran erinnern. Das Problem ist nicht neu, aber der Ursprungsgedanke beim EU-Beitritt war ja einmal, u.a. nur gleiche Sozialstandards in den Ländern gelten zu lassen. Aber schon mit dem Beitritt Spaniens und Portugals ist dieses hehre Ziel unter die Räder gekommen

Last edited 3 Tage her by Ulrich
Michael W.
3 Tage her

welche politischen Stellschrauben gibt es?

Jede Menge, die will nur keiner drehen!

Mugge
3 Tage her

„EU-Armutsmigration: Sozialstaat in der Sackgasse?“ Merkwürdig, weshalb kommen einem da Begriffe wie , Pullfaktoren (die es gar nicht gibt) oder der Bas´sche Leersatz : Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein. in den Sinn? Der MDR hätte es ja schon am 9.10.2013 wissen können und dem Zwangsbeitragzahler die dumme Frage ersparen können. Der Katrin-Göring-Eckardt´sche Sackgassen-Leersatz besagt: Es geht einerseits darum , sind wir ein Land , was für Migrantinnen und Migranten offen ist , was Leute anzieht . Die wir übrigens dringend brauchen. Nicht nur die Fachkräfte, sondern weil wir, weil wir auch Menschen hier brauchen, äh die äh in… Mehr

Last edited 3 Tage her by Mugge
Noelender Noergler
3 Tage her

Ein Bekannter von uns ist seit ca. 30 Jahren Sozialrichter. Ähnliche Ambitionen, Sozialleistungen ohne (nennenswerte) vorherige Einzahlungen (gegenleistungsfrei) in Anspruch zu nehmen, habe er „wellenmäßig“ durch die von Helmut K. zwecks Erreichung der Wiedervereinigung „eingeladenen“ Russland-„Deutschen“ erlebt, außerdem anlässlich des EU-Beitritts der Republik Polen. Die Ambitionen letzterer seien weitgehend im Sande verlaufen bzw. überschaubar geblieben. Die Ambitionen der Russland-„Deutschen“ die teilweise auch bereits „robust“ auftraten seien vereinzelt recht erfolgreich gewesen. Details kenne ich nicht bzw. kann ich hier nicht verlässlich wiedergeben. Im Kern sei die Rechtslage jedoch identisch (z.B. kein Aufenthalt zur Arbeitssuche). Dass heute das Geld massenhaft rausgeworfen wird,… Mehr

GEZ zahlende Ratte
3 Tage her
Antworten an  Noelender Noergler

Dieses Land ist erledigt, wenn noch nicht mal mehr die angeblich sakrosankten „unabhängigen“ Gerichte wirksam Gegenwehr zu leisten vermögen…

OJ
3 Tage her

Die Realität auf unseren Straßen zeigt die hässliche Fratze unkontrollierter Masseneinwanderung.
Statt Fachkräften importieren wir Kriminalität im Rekordtempo und zerstören die mühsam aufgebaute innere Sicherheit.
Diese aggressive Multikulti-Ideologie opfert die Bürger auf dem Altar einer falschen Toleranz, während Justiz und Politik feige wegschauen und maximal handlungsunfähig sind❗

Privat
3 Tage her
Antworten an  OJ

Das ist die mutwillige Verschwendung von unserem Steuergeld für Ausländer, die keinerlei Anspruch auf Hilfe haben.
Schickt sie zurück in das Land ihrer Herkunft- dort dürfen sie gerne fragen.
Irre geleitete Idioten verteilen das Geld . Egal, ob die Fremden illegal hier sind oder nicht. – Meine Meinung – Die verkommene BRD – das ist nicht mehr mein Land.

Endlich Frei
3 Tage her

Es war für beide Seiten immer klar, dass mit dem EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens einseitige Lasten für Deutschlands Steuerzahler entstehen und das ganze Z-Problem nach Deutschland umziehen würde: Das war quasi Teil des EU-Vertrags, indem es nie um die hiesigen Bürger ging, sondern ausschließlich um das Großkapital und Verlagerung von Firmen. Und für diesen Müll zahlen wir jedes Jahr neue Rekordsummen einmal nach Brüssel, ein zweites mal als Dauerstütze an die „Fachkräfte“, ein drittes mal an importierte Verbrecher und Betrüger, ein viertes mal über Gesundheits-, Pflege und Rentenkasse an „wer-weiß-alles“ und ein fünftes mal über die Müllabfuhr. ,