Warnungen in Ceuta: Zweite Migranten-Welle soll am Samstag kommen

Ausgebrannte Autos, vermüllte Strände und verängstige Bewohner – so ist die aktuelle Situation in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta, in der noch immer bis zu 8.000 der 80.000 Invasoren hausen. Nun soll eine zweite Welle am Samstag den Durchbruch durch die Grenzzäune versuchen.

picture alliance / dmg media Licensing | Kerry Davies

Das spanische Innenministerium und die Behörden in Ceuta überwachen nun anscheinend genauer die anonymen Beiträge und Nachrichten der Schlepper-Mafia auf Plattformen wie TikTok und WhatsApp: Dort wird zu gemeinsamen Versuchen illegaler Einreisen in die Exklaven Ceuta und Melilla aufgerufen. Gruppen mit Namen wie „haraga mrc“ fordern explizit zum kollektiven Grenzübertritt am kommenden Samstag auf.

Die spanische Regierung und die lokalen Verantwortlichen in Ceuta nehmen diese Ankündigungen ernst – Alejandro Ramírez, der erste Vizepräsident und Regierungssprecher von Ceuta, sprach öffentlich von „Besorgnis“ angesichts dieser Aufrufe. Auch Marokko reagierte: Das marokkanische Innenministerium teilte mit, eine Gruppe von Personen festgenommen zu haben, die im Verdacht stehen, zu weiteren Versuchen der illegalen Einreise in die spanischen Exklaven aufgerufen zu haben.

In den vergangenen Tagen seien anonyme Beiträge und Nachrichten entdeckt worden, in denen zu gemeinsamen Massenüberquerungen am 15. August aufgerufen wurde. Die Behörden bezeichneten dies als gefährlich und forderten die Bevölkerung auf, „verdächtigen und irreführenden“ Nachrichten nicht zu folgen. Die Anstiftung sei nach marokkanischem Recht strafbar. Gegen Personen, die solche Inhalte online verbreiten, würden rechtliche Schritte eingeleitet. Rabat betonte, alle notwendigen Maßnahmen ergriffen zu haben, um illegale Grenzübertritte zu verhindern.

Beim Ansturm Ende Juli waren nach Angaben der spanischen Regierung 80.000 Menschen in die Exklave gelangt – zu Fuß oder schwimmend um die Molen von El Tarajal und Benzú herum. Marokko nannte zunächst niedrigere Zahlen. Angeblich seien 83 Menschen bei dieser Invasion ums Leben gekommen.

Angesichts der befürchteten neuen Massenmigrations-Welle forderte die österreichische Kanzleramtsministerin für Europa, Integration und Familie, Claudia Bauer (ÖVP), Spanien zu einer deutlichen Verstärkung des Grenzschutzes auf: „Madrid hat selbst einen Mega-Magneten geschaffen. Falschmeldungen in sozialen Medien und Schlepper haben die Anziehung multipliziert.“ Nun müsse aufgeklärt werden, ob und von welchen geopolitischen Akteuren die Krise zusätzlich angeheizt worden sei. Die aktuellen Aufrufe für den 15. August zeigten, „dass diese gefährliche Dynamik nicht vorbei ist“. Spanien müsse den Grenzschutz in seinen afrikanischen Exklaven „massiv aufrüsten“ und sicherstellen, „dass er dieses Mal auch hält“. Spanische Sicherheitskräfte und das Militär hätten nun die Präsenz in Ceuta bereits erhöht.



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Kommentare ( 69 )

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Siggi
28 Tage her

Das ist sogar gut. Dann wachen die Bürger vielleicht auf und schicken die Täter aus den Parlamenten.

Nibelung
1 Monat her

Das ist eine Kriegserklärung an alle Nationalstaaten in Westeuropa und wer da nichts dagegen unternimmt ist entweder daran interessiert, daß noch mehr kommen und somit ein Verräter und wer es militärisch aufhält mit allen Mitteln zeigt, daß er im Sinne seiner Bevölkerung denkt. Das ist ganz einfach und man muß nicht mehr darüber rätseln, sondern nur rausfinden, wer abwehrt oder wer nicht und die müssen dann zur Verantwortung gezogen werden, denn deren Vereinigung war von anfang an illegal und nicht von den Bürgern legitimiert und deshalb muß auch niemand auf Gesetzlose rücksicht nehmen, wenn sie selbst das Gesetz von anfang… Mehr

A rose is a rose...
1 Monat her

Die EU sollte die Kosten für die Beseitigung der Verwüstungen, die in Ceuta aufgrund der mangelhaften Grenzsicherung Marokkos entstanden sind, Rabat in Rechnung stellen.

Rosalinde
1 Monat her
Antworten an  A rose is a rose...

Unsinn. Ceuta befindet sich auf marokkanischen Boden. Dass es zu Spanien zählt hat mit der kolonialen Geschichte zu tun.
Somit ist Spanien für die Grenze zuständig.

Olymp
1 Monat her

Es wäre die Aufgabe Marokkos, ihre Grenzen vor solchen Anstürmen zu schützen, insbesondere, nachdem beim letzten völlig ungehinderten Ansturm so viele Todesopfer zu beklagen waren, sogar Kinder. Marokko muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

Kassandra
1 Monat her

So soll es dort jetzt schon aussehen – mit weiteren „Migranten“ wird das wohl rasch noch besser: „Shocking footage from Ceuta shows a completely polluted beach where hundreds of illegal migrants set up an illegal encampment. It took just a few days for illegal migrants to turn a local pristine beach into a dump filled with garbage and excrement.“ https://x.com/visegrad24/status/2087917707899371973 Während sie in Polen immer noch welche am Abwehren sein sollen: „An illegal migrant from the Middle East trying to storm the Polish border from Belarus complains that a Polish soldier peppers-sprayed his migrant friend in the eyes. In response,… Mehr

AmpelFluechtling
1 Monat her

Die EU Außengrenzen sollten komplett vermint werden. Landminen kosten weniger als 10€ pro Stück. Eine Patrone kostet ebenfalls nur 50 Cent.

Alles billiger als Milliarden von Kulturfremden nach Europa zu lassen.

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  AmpelFluechtling

Ach – es gibt Kameras, die Menschen lange erfassen, wenn sie sich Grenzen nähern – auch im Dunkeln.
Will in der EU keiner.
Nur in Polen und den baltischen Staaten sollen sie einen Zaun haben und auch bewachen. In Ungarn kann keiner wissen, was gerade läuft.

Kuno.2
1 Monat her
Antworten an  AmpelFluechtling

Werden Sie von der ANTIFA für diesen geistlosen Kommentar bezahlt?

Kassandra
1 Monat her

Hier als Aufreger – Gerald Knaus im Interview. Seltsam, wie der immer auftaucht, uns zu sagen, wie zu denken ist: https://www.gmx.net/magazine/politik/inland/migrationsexperte-knaus-status-quo-migranten-toedlich-42604424
Hat man von dem schon mal was gehört, wenn welche bei uns unters Messer kamen? Nein?

Siggi
1 Monat her

Wie wohl die tatsächlichen Migrationszahlen aussehen, ich meine die echten, wahren, genauen Zahlen? Allein der Gedanke daran, lässt ein sehr ungutes Gefühl aus.

prague
1 Monat her

So lange die Pulleffekte bleiben, wird sich nichts ändern und so lange die Länder die Migranten besser behandelt werden, als ihre eigene Bevölkerung, wird sich an der illegale Migration auch nichts ändern. Es giebt Smartphons und die werden dafür sorgen, dass es so bleibt, wie sich das die libnksgrünespdcdu wünschen.

Privat
1 Monat her

Es gibt eine dämliche Tante in der Grünen Sekte, die immer erzählt hat –
„Sie freut sich darauf“

Nibelung
1 Monat her
Antworten an  Privat

Vielleicht haben die Zugereisten es anders drauf, wenn sie wissen was man damit meint und die Grünen waren schon früher auffällig mit ihrem Tete-a-tete zur anderen Gattung und selbst eine deutsche Fürstin hat deren übermäßiges „Schnackseln“ schon vor Jahren erwähnt und vielleicht auch deshalb die Willkommenskultur in persönlicher Angelegenheit, die in großen Teilen der Grünen innewohnt.