Brasilien erlebt eine denkwürdige Stichwahl. Kurzfristig verlängerte Öffnungszeiten der Wahllokale, unterbrochene Ergebnisveröffentlichung und ein Richter mit engen Verbindungen zu Lula. Am Ende wird der Amtsinhaber als Sieger ausgerufen.
picture alliance / Sipa USA | SOPA Images
Die Stichwahl in Brasilien wurde überraschenderweise vom extrem linken Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva gewonnen. In der ersten Runde hatte noch sein Herausforderer Flávio Bolsonaro vorn gelegen. Beobachter gingen von einem Sieg Bolsonaros bei der Stichwahl aus, da zwei der anderen Kandidaten, die in der ersten Runde die meisten Stimmen bekamen, mit zusammen etwa sechs Prozent eher dem konservativen Lager zuzurechnen sind. Bolsonaro lag auch bei den Prognosen vor Lula. Im Kongress und im Senat verfügen die Konservativen nach wie vor über eine Mehrheit.
Bei der Wahl kam es nun zu Ereignissen, die es in Brasilien zuvor noch nicht gegeben hatte: Die Öffnungszeiten der Wahllokale wurden wenige Minuten vor Schließung verlängert. Der Oberste Gerichtshof ordnete diese Verlängerung der Stimmabgabe bis 19 Uhr nach Berichten über fehlende Transportmöglichkeiten an. Dennoch begann das Oberste Wahlgericht bereits damit, erste Teilergebnisse der Auszählung zu veröffentlichen. Kurz darauf wurde die Veröffentlichung jedoch offenbar wieder unterbrochen.
Der Präsident des Obersten Wahlgerichts von Brasilien, Kassio Nunes, hat soeben eine vernichtende Warnung gegen Lula ausgestoßen… „Es gibt keine Regel, die eine Verlängerung der Wahlgänge um zwei Stunden erlaubt hätte“, wie es der ehemalige Anwalt von Lula und jetzige Mitglied des Obersten Gerichtshofs, der von Lula eingesetzte Cristiano Zanin, eigenmächtig und persönlich getan hat… Diese Verlängerung, nur in Gebieten, wo Lulas Partei dominierte, kehrte den Trend um, der zugunsten von Bolsonaro war… Nunes lässt durchblicken, dass die Präsidentschaftswahl am Sonntag in Brasilien vollständig annulliert werden könnte, oder die Stimmen, die nach der offiziellen Schließungszeit abgegeben wurden… In diesem letzten Fall wäre Bolsonaro der Sieger und neuer Präsident von Brasilien.
Unregelmässigkeiten könnte es auch bei der absoluten Anzahl der Stimmen geben. Bolsonaro erhielt im ersten Wahlgang 56,1 Millionen Stimmen, Lula: 53,9 Millionen. In der Stichwahl erhielt Lula 64,1 Millionen Stimmen (+10,2 Mio.) und Bolsonaro 59,8 Millionen Stimmen (+3,7 Mio.). Alle ausgeschiedenen Kandidaten aus Runde 1 erhielten zusammen 9,33 Millionen Stimmen.
Im ersten Wahlgang lag die Wahlenthaltung bei 21,08 %, was 33 Millionen Nichtwählern entspricht. Weitere 3,6 Millionen (2,93 %) gaben ungültige Stimmen ab, und 2,3 Millionen (1,84 %) ließen ihren Stimmzettel leer.
Im zweiten Wahlgang lag die Wahlenthaltung bei 19,21 %, was 30 Millionen Nichtwählern entspricht (der niedrigste Wert seit 2006). Bei dieser Wahl stieg die Wahlbeteiligung der stimmberechtigten Wähler um 3 Millionen. Es gab 1,12 % (1,4 Millionen) leere Stimmzettel und 2,12 % (2,7 Millionen) ungültige Stimmzettel.
— End Wokeness (@EndWokeness) October 26, 2026
Der Richter des Obersten Bundesgerichts (STF), Cristiano Zanin, hatte zunächst die Verlängerung im ganzen Land angeordnet. In einer weiteren Entscheidung verfügte Zanin dann, dass die Stimmabgabe nur dort verlängert werden müsse, wo die Wahllokale noch nicht geschlossen worden waren. Diese Situation betraf hauptsächlich die Hochburgen der Sozialisten im Nordosten des Landes. Dort regieren sie seit langer Zeit – die missliche Lage des Nahverkehrs in diesen Gegenden muss daher als Folge sozialistischer Politik benannt werden.
Zu Unregelmäßigkeiten bei der jüngsten Stichwahl soll es auch bei der elektronischen Übermittlung von Wahlergebnissen an die Zentrale gekommen sein. Ein Problem, das auch aus Berlin bekannt ist. Auch in Brasilien scheint es wichtiger zu sein, wer die Stimmen zählt, und nicht so sehr, wer wählt.



Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
Freut mich, dass die Faschisten verloren haben. 🙂
Sie irren sich (einmal mehr).
Mit dem schmierigen Lula und seiner kriminellen Entourage haben die Faschsten gewonnen!
Amtsinhaber Lula da Silva setzt sich in der Stichwahl gegen den Netanyahu-Komplizen Flavio Bolsenaro durch und gewinnt mit fast 52% klar die Präsidentschaftswahl in Brasilien. Damit ist der Durchmarsch der Epstein-Mafia und ihrer korrupten Kompradoren-Eliten durch Lateinamerika gestoppt. Eine schwere Niederlage für Trump und Netanyahu – beide haben den Wahlverlierer Bolsenaro unterstützt.
Liebe Redaktion!
Die Verfügung wurde um 17:01 unterschrieben, und um 17:03 veröffentlicht.
Bitte korrigieren Sie Ihre irreführende Berichterstattung.
MfG
Rosa Kafko
Das Ergebnis der Stichwahl zum brasilianischen Staatspräsidenten folgt den Erwartungen nach dem ersten Wahlgang vor zwei Wochen.
Ähnlich wie hierzulande folgt auch die brasilianische Linke dem Ulbricht’schen Diktum aus Jahr 1945: „Es muß demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“
Nachtrag aufgrund zahlreicher Kommentare: Es braucht wohl nicht einmal mehr demokratisch aussehen.
„Es braucht wohl nicht einmal mehr demokratisch aussehen.“ Nicht, wenn es gegen die Faschisten geht.
Haben Sie das in Ihrem Antifa-Club herausgefunden?
Demokratie hat fertig.
Dort momentan noch.
Vielleicht hätte man den Clip öfter zeigen müssen – und erklären, dass Lula nichts dafür tat, dort eine Brücke bauen zu lassen?
„Brazilian president Lula da Silva was supposed to go and visit his poor electorate but in the end decided that the “bridge” they cross on a daily basis wasn’t safe enough for him and turned back.“ https://x.com/visegrad24/status/2064699661659640200
Frage an Radio Eriwan:
Gibt es Unterschiede zwischen Deutschland und Brasilien?
Eigentlich keine, außer daß es in Brasilien wärmer ist.
Ein irrer Vorteil in den nächsten 6 Monaten.
Auf Kuba auch.
Brasilien ist im Gegensatz zu Deutschland kein Vasallenstaat der USA, mit einem ehemaligen Blackrock-Angestellten als Regierungschef.
Hat Brasilien sich das von Berlin abgeschaut?…
Der Punkt ist: Bis zu welchem Punkt wird von der offiziell unterlegenen Seite die Niederlage akzeptiert? Trump sagte, dass ihm die Wahl gestohlen wurde, aber er akzeptierte die Wahl doch.
Die Altparteien fahren alle möglichen Tricks auf, aber die Mandatsverteilung in Sachsen-Anhalt akzeptieren sie doch.
Orban und der aktuelle Verlierer in Serbien haben ihre Niederlage akzeptiert.
Umgekehrt, wenn jemand den Staat absolut kontrolliert, wird er vorher dafür sorgen, dass es niemals zu einer Niederlage kommt. Und ob die Opposition die Niederlage akzeptiert, ist egal, weil sie gegen die Regierung Null Macht hat, irgendetwas durchzusetzen.
War „Palantir“ dort beteiligt? Vor dem: „Palantir’s CEO said the quiet part out loud—and no one blinked. He claims his software “single-handedly” stopped the rise of the “far right” in Europe. Read that again. This isn’t a conspiracy theory. It’s called algorithmic electioneering—where unelected tech elites shape political outcomes with code, not votes. Now add shadowbans, blacklists, real-time emotional profiling, AI-driven behavior scoring…. And ask yourself: are you still the one making the decisions? This isn’t just about censorship or elections anymore. The coordinated, worldwide roll out of Digital ID is happening before our eyes. Scammers are now super powered… Mehr
Und der CEO von Palantier ist …ups, Jude. So wie der CEO von OpenAI. Die Google und Meta Gründer. Larry Ellison und sein Sohn (Oracle, Tiktok, Warner Brothers, Paramount). Blackrock (Netflix Hauptaktionär). Die Liste ist lang und beeindruckend.
Wer nicht versteht warum Deutschland und Europa untergehen, und sogar in den USA offener Rassismus gegen Weiße gelebt wird, braucht sich nur ansehen wer im Westen in den Bereichen Finanzen, Medien, Politik das Sagen hat.
Achso, Selensky ist auch Jude, da bleiben die Billionen aus dem Westen ja fast in der Familie, und das Blutopfer tragen die Goyim.
Was verzapfen Sie da für einen antisemitischen Schwachsinn?
Netanyahu-Komplize –> Flavio Bolsenaro
Man erinnert an die US-Wahl 2020:
https://x.com/EndWokeness/status/2114503492123643961?s=20
Round 1:
🏆Bolsonaro: 56.1 million votes
Lula: 53.9 million votes
Round 2:
🏆Lula: 64.1 million votes (+10.2M)
Bolsonaro: 59.8 million votes (+3.7M)
To give you an idea of how unlikely this is:
all the eliminated candidates from round 1 got 9.33M VOTES COMBINED https://x.com/EndWokeness/status/2114539258572865606?s=20
.
Lula was literally crying on live TV before his lawyer extended the election by two hours
https://x.com/EndWokeness/status/2114519564302110744?s=20
Retweet dort:
You can’t vote your way out of communism.
Besser kann man es nicht zusammenfassen.
Das vom Westen in die ganze Welt exportierte „Demokratische Wahlsystem“ wurde schon von den afrikanischen Diktatoren der 70er Jahre dechriffiert.
Eine erfolgreiche Wahl kann man sich mittlerweile genauso kaufen wie die Zutaten für eine Atombombe oder ein Auspuff-Gutachten beim TüV.
Und im Westen selber hat die demokratische Fassade bedenkliche Risse, es wird kaum noch ein Hehl daraus gemacht dass Demokratie nur eine Art Vorhang ist, hinter dem US Macht ausgeübt wird.
Sie haben sich also bereits festgelegt?
So weit bin ich noch lange nicht.