Jetzt auch Bilbao: Unruhen und Plünderungen dauern an

Nach Paris, Lille, Limoges, Mailand, Bologna und Rom ist nun auch Bilbao Ziel gewalttätiger Demonstranten: Auslöser der Unruhen war eine geplante Veranstaltung des rechten Influencers Vito Quiles an der Universität, die er aber aus Sicherheitsgründen absagte.

Bilbao in der Nacht auf Dienstag. IMAGO / Europa Press
Bilbao in der Nacht auf Dienstag.

Vor Beginn der geplanten Veranstaltung des Web-Aktivisten hatten Tausende Menschen, darunter viele Studenten, unter Antifa-Flaggen gegen die Anwesenheit von Vito Quiles demonstriert.

Bürgerkriegsähnliche Zustände
Frankreich: Zerstörung, Gewalt, Plünderungen, „Allahu Akbar“-Rufe und Bewaffnete
Nach der Auflösung der Kundgebungen wurden Hunderte Vermummte – überwiegend in schwarzer Kleidung im Stil des Schwarzen Blocks – gewalttätig: Müllcontainer wurden in Brand gesetzt und als Barrikaden auf der Avenida Lehendakari Aguirre und auf angrenzenden Straßen (unter anderem Luis Power, Madariaga, Francesc Maciá) aufgetürmt. Mehrere Autos und eine Motorrad der städtischen Polizei gingen in Flammen auf. Steine, Raketen und andere Gegenstände wurden gegen Einsatzkräfte im Stadtteil Deusto geworfen. Es kam zu Plünderungen von Shops – die Szenen erinnerten an die schockierenden Bilder von den Ausschreitungen in anderen europäischen Städten.

Die Unruhen verlagerten sich dann ins Zentrum, unter anderem in die Nähe der Plaza de Euskadi und der Torre Iberdrola – auf X zeigen Videos das Ausmaß der Zerstörung. Die Universität Deusto hatte vorsorglich den Campus geschlossen und den Unterricht ausgesetzt. Unter den festgenommenen Chaoten waren auch sieben Minderjährige.

Vito Quiles (26) ist als Web-Aktivist und ehemaliger Kommunikationsverantwortlicher der Partei Se Acabó La Fiesta von Alvise Pérez bekannt. Die Absage seiner Veranstaltung hatte er über soziale Medien so begründet: „Ex-Mitglieder der ETA, Terroristen und andere Kriminelle“ hätten mit Protesten gedroht – die dann trotz der Absage stattgefunden haben. Die baskische Sicherheitsbehörden werteten das Vorgehen der Randalierer als geplant.

Bürgermeister spricht von „Horrornacht“

Bilbaos Bürgermeister Juan Maria Aburto Rike sprach von einer „abscheulichen“ und „Horror-Nacht und erklärte, die Täter seien „keine Antifaschisten, sondern echte Faschisten“. Der baskische Sicherheitsminister Bingen Zupiria wies darauf hin, dass jemand offenbar gewaltsame Bewegungen nachahmen wolle, die man in anderen Teilen Europas gesehen habe, und erinnerte an die Vorfälle in Barcelona am vorangegangenen Samstag. Auch der PP-Vorsitzende Alberto Núñez Feijóo verurteilte das Geschehen als Einschüchterungsversuch der „gewaltbereiten Linken“.⁠

In der Vorwoche eskalierten in Frankreich und Italien Demonstrationen gegen die immer höheren Lebenshaltungskosten und gegen soziale Missstände. In Frankreich nahmen laut den Behörden 550.000 Menschen teil – es kam zu massiven Plünderungen, Brandstiftungen und auch zu 2.000 Festnahmen. In Italien, insbesondere in Mailand, gab es ebenfalls schwere Krawalle mit Plünderungen, die Regierung unter Giorgia Meloni entsandte 500 Soldaten zur Unterstützung der Polizei. Auch in Barcelona zeigten Video-Clips auf Social-Media-Plattformen ähnliche Szenen mit vermummten Gruppen und Plünderern.

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Kommentare ( 13 )

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Guzzi_Cali_2
46 Minuten her

Wenn man sich eine linksradikale Regierung wählt, ist auch nicht zu erwarten, daß linksradikale Randalierer eingebuchtet werden. So einfach ist das.

Werner Meier
1 Stunde her

Wie sagten Faeser und das feiste CDU-Parteimitglied Haldenwang, für den das Kalifat auch eine denkbare Staatsform ist:

DIE GEFAHR KOMMT VON RECHTS

Verfassungsschützer Haldenwang begrüßt Demos gegen rechts – Politik – SZ.de

Haldenwang begrüsst die Demonstrationen und Frau Göring freut sich über die drastischen Veränderungen in Europa.

Haba Orwell
1 Stunde her

> Bilbaos Bürgermeister Juan Maria Aburto Rike sprach von einer „abscheulichen“ und „Horror-Nacht und erklärte, die Täter seien „keine Antifaschisten, sondern echte Faschisten“. 

Damit decken sich seine Erkenntnisse mit welchen von Ignazio Silone – ob er den berühmten Satz wirklich sagte oder er nur Silone zugeschrieben wird. Auf jeden Fall steht Westeuropa vor gewaltigen Umwälzungen und man braucht sehr viel Grips, nicht auf der Strecke zu bleiben. Insbesondere zwischen der Elbe und dem Rhein sehe ich in dieser Hinsicht Defizite – immer noch wird zu leicht allerlei Framing geschluckt.

Heinrichg
1 Stunde her

Wir sehen tatenlos zu, wie Grünlinke und Moslems Westeuropa angreifen und zerstören wollen. Jeder, der Gestze verletzt, muss sofort und konsequent gestoppt werden, wenn nötig auch mit der Schusswaffe. Die Polizei muss zeigen, dass sie es ernst meint.

na sowas
2 Stunden her

Es gibt immer ein paar Naivlinge, die sich für ein Motto, sei es bessere Schulen, bezahlbare Wohnungen, etc. für Demos, einspannen lassen; derweil mischen sich Diebe und Gewalttäter unter die Naivlinge, um zu zerstören. Dieses „Klientel“ ist bekannt und gehören sofort, ohne wenn und aber, des Landes verwiesen

Schwabenwilli
2 Stunden her

Wenn dieses mal „der Funke“ nicht auf Deutschland überspringt dann halt Iwan in ein paar Jahren.
Das (West)Europa brennen wird ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Und ganz vorne mit dabei werden die Pali Flaggen geschwenkt.

Kraichgau
2 Stunden her

Das hat wohl weniger mit Paris etc zu tun als eher mit einer gewollten Verhinderung eines unbequemen Redners,wie wir es hier in D seit Jahren schon als „Cancel-Kultur“der linken beobachten können

hoho
2 Stunden her

Ich denke, dass das zu erwarten war und dass es keinen anderen Weg gibt um die Richtung zu wechseln. Ob diese Proteste es probieren ist natürlich eine andere Frage. Die „Demokratie“ in dem Westen dient ja nicht solchen Zwecken und wenn man Kursänderung will, muss man wohl auch für alles bereit sein. Zu merken ist aber auch in diesem Fall: wie große waren die Demos und wie groß die Ausschreitungen. Haben die beide Gruppen die gleiche Ziele? Die Alternativen zu dem gewaltigen Stürz der Regime sind natürlich: fliehen oder sich beugen und hoffen, dass es nicht weh tut. Da kann… Mehr

Dr.KoVo
2 Stunden her

Man hat die Brut gezüchtet und dann wundert man sich.

Haba Orwell
3 Stunden her

> Nach Paris, Lille, Limoges, Mailand, Bologna und Rom ist nun auch Bilbao Ziel gewalttätiger Demonstranten

In Spanien gab es davor bereits Krawalle in Barcelona. An sich unschön, doch vielleicht kann man die Los Schlafschafos, die die letzten Jahre stramm den Sozialismus gewählt haben, nicht anders aufrütteln?
Werden die Ereignisse als Vorwand genutzt, das Internet (z.B. X) abzuschalten? >> In Frankreich war es vor wenigen Tagen fast so weit. <<