Spahn wirke „wie eine wandelnde Arzneimittelwerbung“ für die man zu Risiken und Nebenwirkungen erst das Kleingedruckte konsultieren müsse. Dort stehe dann allzu oft anderes drin als das, was der Minister öffentlich verkünde.
Nach Verlängerung, Elfmeterschießen und einem Sieg der Kieler gegen die Bayern endlich wieder Corona bei Frau Maischberger.
Der Kabarettist Urban Priol habe erst so „richtig Angst“ bekommen, als Frau Merkel Jens Spahn das Heft aus der Hand, die Impf- zur Chefsache gemacht und die Beschaffung der Impfstoffe zur Sache der Europäischen Kommission erklärt habe.
„Und dann macht er wieder den krawalligen Max“.
So blickte Urban Priol auf den Impflichtvorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten. Für Priol ist dieser ein Versuch der Ablenkung von den hohen Infektionszahlen in den bayrischen Alten- und Pflegeheimen. Prior kommt aus Aschaffenburg. Der Weg ins freiere Hessen ist kurz.
Nichts Neues in Neuspahnstein
Bankgesundheitsminister Spahn wand sich wieder wie ein sehr lebendiger Aal und tat im Grunde genommen nichts anderes als das, was er gegenwärtig überall macht: sich rechtfertigen. Spiegel-Journalistin Melanie Amann ordnete die aalglatte Vorstellung von Spahn ein:
„Auf mich wirkt Spahn immer wie eine wandelnde Arzneimittewerbung“
Amann – ungewohnt erfrischend – kritisierte, Spahn wirke „wie eine wandelnde Arzneimittelwerbung“, für die man zu Risiken und Nebenwirkungen erst das Kleingedruckte konsultieren müsse. Dort stehe dann allzu oft anderes drin als das, was der Minister öffentlich verkünde. Kritischer Journalismus ist deutlich erfrischender als das bisherige Nachbeten von Regierungserklärungen, was Amann bisher zum Studiogast qualifiziert hat. Ob sie so bleiben darf wird man sehen. Das hängt vom zukünftigen Schicksal ab, das die Gönner Spahn beschieden haben.
„Ich kann’s nicht verbindlich sagen, bevor es nicht verbindlich ist“
Spahn räumte ein, die Situation habe sich seitdem entwickelt, was er in dieser Dimension auch nicht erwartet hätte. Eine Eindämmung sei jedoch nicht nur durch staatliches Handeln zu haben, sondern brauche „gemeinschaftliches Handeln“. Selbst für Frau Maischberger war dies zu floskelhaft, sodass sie Spahn kaum ausreden ließ und ihn direkt nach der Lage in den Alten- und Pflegeheimen fragte. Das seien doch „Tote, die es nicht hätte geben müssen“. Außerdem seien Länder wie Großbritannien und Israel bereits mit dem Impfen viel weiter.
In einer Sache aber formuliert Spahn eindeutig. „Ich habe im Bundestag mein Wort gegeben: In dieser Pandemie wird es keine Impfpflicht geben.”
Auf die Frage, warum die Zahlen weiter so hoch seien, erklärte Spahn, dass wir noch zu viele Begegnungen miteinander haben würden, und schob damit in gewohnter Regierungsmentalität die Verantwortung an die Bürger weiter. Man müsse einfach weiter Kontakte reduzieren. Die totale Vereinzelung als Endziel? Nie war Politik beschränkter. Einfallsloser und hilfloser. Für Spahn sind also die Leute selbst schuld an den hohen Infektionszahlen. Die Politik hat selbstverständlich – wie kann es anders sein – ihren Job gemacht. Genug Impfstoff. Gute Maßnahmen. Spahn braucht niemanden, der ihn lobt. Das kann er selber am Besten, ganz allein.
Es ist eine ganz große Blackbox!
Der Welt-Journalist Robin Alexander hatte sich wohl verlaufen, denn er saß versehentlich bei Frau Maischberger statt bei Lanz. Dabei erläuterte er – ohne die Mundwinkel in dieser Sendung zu einem Lächeln zu bewegen – warum Vorhersagen selten so schwierig waren wie vor der anstehenden Wahl des CDU-Vorsitzenden. Bei der CDU herrsche – bedingt durch Corona – eine seltsame, diffuse Stimmung, die eine Vorhersage schwierig mache. Grund sei auch, dass sich die Delegierten seit Monaten nur online oder gar nicht gesehen hätten. Es könne am kommenden Wahlsamstag daher viel passieren. In das Rennen gehen Friedrich Merz, Armin Laschet und Norbert Röttgen. Mit der Erklärung, nicht mit der FDP koalieren zu wollen, habe sich jedoch Röttgen geschadet.
Man spürt: Maischberger muss die letzten Tage Trump auskosten, bis zum letzten Tropfen. Trumps Amtszeit endet schon am kommenden Mittwoch. Danach bleibt nur: Spahn. Denn der will eines nicht ausschließen, sein heißes Herz will es: Kanzler werden. Da kann er dann noch mehr nicht können.
Mit der gewohnten Maischberger-Rezeptur aus Corona und Trump wünsche ich Ihnen dennoch eine angenehme Restwoche. Bis zum nächsten Mal.
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eigentlich alles so wie´s immer war
america first gegen germany last….
„Mit dem Wissen von heute würden wir keine Schulen und Friseurläden mehr schließen …“, sprach der Pharmalobbyist von Muttis Gnaden, und wer ihm nach dieser himmelschreienden Lüge noch ein einziges Wort glaubt, der hat die Kontrolle über sein Urteilsvermögen verloren.
Was soll ich sagen: der Typ kommt aus meinem Landkreis. Aus Ahaus-Ottenstein. Hier hat er schon nichts gebracht außer heißer Luft verbreiten und – na ja, einmal Karnevalsprinz zu sein. Aus Mangel an anderen Bewerbern. Ich befürchte, beim Kanzler wird es wieder so laufen…
Rette sich, wer kann!
da tingelt er durch die Medien im Lande und produziert sich. Das ist alles, was Spahn leisten kann: reden. Hattte er nicht von Anfang voller Inbrunst proklamiert“ Risikogruppen schützen“ und jetzt sterben die unetr seinem Schutz stehenden Risikogruppen.
Und wenn ich mich bis zum Erbrechen wiederholen muss: Unsere Regierung haut hunderte von Milliarden Euro für alle mögliche heraus. Doch bei den etwa 2 Milliarden Euro, die die benötigte Menge Impfstoff bei Biontech gekostet hätte, gab es auf einmal Skrupel, das Geld auszugeben. Lieber wartet man auf den billigeren Impfstoff, lässt Zeit verstreichen und Menschen sterben, verschärft die Lockdowns und ruiniert weiter die Wirtschaft. Es gibt keine Ausreden für die Verzögerung der Impfaktion. Die übrigens von den gleichen Politikenr, die sich als Vollversager erweisen, noch vor kurzer Zeit als die einzig mögliche Rettung aus der Krise propagiert wurde. Bitte… Mehr
Ein Detail fand ich bemerkenswert: auf die Frage von M., ob die Twitterlöschung von Trump in Ordnung sei, waren sich unsere Vorzeigedemokraten nicht so ganz einig: eigentlich gut, hätte viel früher passieren müssen, daß man ihm den Saft abdreht, andererseits, wenn man das bei anderen machen würde, so grübelte Priol hin und zurück, sein Verstand erlaubte ihm aber nicht, zu einem gültigen Schluß zu kommen. Die Medienvertreterin (!) Melanie konnte eigentlich auch nichts grundsätzlich Falsches daran finden; hier war R. Alexander der Einzige, der eine klare Aussage zu dieser höchstgefährlichen Zensurentwicklung fand, stieß aber auf schweigendes Unverständnis.
„Ich habe im Bundestag mein Wort gegeben: In dieser Pandemie wird es keine Impfpflicht geben.”
Hat niemand bemerkt, dass er sich hier eine Hintertür offen hält? Diese Pandemie kann schnell vorbei sein, wenn man erklärt, das Virus sei eben jetzt zu SARS-CoV-3 mutiert. Nicht mehr „diese Pandemie“, sondern eine andere, und schwupps gilt das Versprechen nicht mehr.
Spahns Masernimpfpflicht ist seit März in Gesetze gegossen – und Arbeitgeber sind angehalten, diese zu überprüfen.
Kann Immunität nicht nachgewiesen werden und wird diese nicht nachgeholt, muss entlassen bzw. darf nicht eingestellt werden. Dass wir von solchem zum Narren gehalten werden, merken aber immer noch viel zu wenige.
Gerade beim Zahnarzt die Bild am Sonntag vom letzten Wochenende in der Hand gehabt…in Hessen kommt man, laut BAMS, wenn man die „Impf-Nummer“ anruft in Call Centern in der Türkei und dem Kosovo raus. Bin mal gespannt wann die ersten „Impfteams“ vor der Tür stehen, die gleich auch die Sparbücher und die Münzsammlung „impfen“ wollen…bzw. mit in Quarantäne nehmen.
In den Hofberichtserstattungs-Medien ließt und hört man nur es seien wieder einnmal 500, 400 oder 1000 >Tote< zu beklagen. Die Frage ist doch gerade in einer Pandemie, wie viel sind an C. gestorben. Will aber offensichtlich keiner so genau wissen. Da verstehe ich aber auch die Alternativmedien nicht, warum die Todesfälle nicht intensiver hinterfragt werden.Denn genau das Propagieren der Totenzahlen macht der Bevölkerung Angst.
Liebe Frau Langer-Lorenzani, da haben Sie sich die Nacht um die Ohren geschlagen um dann doch wieder das übliche Tallkshow Gebrabbel anzuhören und zusammenzufassen. Das schätze ich sehr. Ich hätte es auch durchaus verstanden, wenn Sie stattdessen einen Kommentar zu dem gestrigen Fußballspiel geschrieben hätten, unter dem Motto: „Endlich mal was Neues!“
Freundliche Grüße aus Köln