Warum hört man von der Kanzlerin kein Wort dazu? Setzt sie populistisch auf den anerzogenen Pazifismus der Deutschen?
In der jüngeren deutschen Geschichte gab es schon einmal einen Minister, der eine Armee abzuwickeln hatte. Es war der Pfarrer und Bürgerrechtler Rainer Eppelmann, der von April bis Anfang Oktober 1990 die Aufgabe hatte, die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR aufzulösen. Sein Titel lautete entsprechend: „Minister für Abrüstung und Verteidigung“. Er hat eine Nachfolgerin gefunden: Ursula von der Leyen. Sie hat das Zeug dazu, es Eppelmann mit der Bundeswehr gleichzutun.
Nun erreichen uns binnen 48 Stunden folgende Meldungen:
- Immer mehr Hubschrauberpiloten der Bundeswehr verlieren ihre Fluglizenzen, weil es ihnen an Flugstunden fehlt. 2017 büßten 19 von 129 Piloten ihre Fluglizenzen ein; 2016 waren es 12 von 135 Piloten. Nicht einmal das Anmieten von 6.500 Flugstunden beim ADAC für mehr als zehn Millionen Euro kann dieses Defizit offenbar beheben.
- Von den 128 Eurofightern der Luftwaffe sind aktuell nur vier ohne jede Einschränkung einsatzfähig.
- Zuletzt haben sieben Eurofighter-Piloten ihren Dienst bei der Bundeswehr quittiert. Das sind zwar „nur“ sieben von rund 120 dieser Piloten. Aber es ist zugleich je Pilot der Verlust von etwa 5 Millionen Euro Ausbildungskosten.
Aus dem Bendlerblock in Berlin, dem Sitz der Verteidigungsministerin, vernimmt man trotzdem Durchhalteparolen. Ein Sprecher der Luftwaffe meinte etwa zu den Kündigungen der Eurofighter-Piloten: „Die Kündigungen sind bedauerlich. Unsere Einsatzbereitschaft ist dadurch aber nicht gefährdet.“
Dass die Bundeswehr miserabel aufgestellt ist, hat von der Leyen nicht alleine zu verantworten. Ihr Ressort wurde spätestens ab den 1990er Jahren zu Zeiten ihrer Vorgänger kaputtgespart. Das hat sie gewusst, als sie im Dezember 2013 das Verteidigungsressort überehrgeizig übernahm. Aber dann hatte sie mehr als vier Jahre Zeit, wenigstens ein Stückchen Wende einzuleiten. Nein, sie vermochte es nicht. Oder in der Sprache der Militärs: Sie hat es nicht im Kreuz.
Von der Leyen hin, von der Leyen her: Es ist ein Desaster, wie die Bundeswehr als NATO-Partner dasteht. Das scheint eine Regierungschefin Angela Merkel nicht zu kratzen.
Entweder will sie sich damit einer Konkurrentin entledigen, oder aber sie setzt so richtig populistisch auf den anerzogenen, mittlerweile tief verwurzelten deutschen Pazifismus, den sie wohl schon als junge DDR-Bürgerin in einem evangelischen Pfarrhaus mit dem Schlagwort „Schwerter zu Pflugscharen“ eingetrichtert bekam.
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Da werden sich mögliche Aggressoren aber freuen. Der Durchmarsch, wohin auch immer, geht glatt von statten. Wenn das der POTUS mitkriegt, **
Angela wickelt die Nation ab, Uschi die Bundeswehr. Das nenne ich Arbeitsteilung. NB: Spaß beiseite: Das ist alles bekannt. Entweder man nimmt es zur Kenntnis und ändert es – oder man ignoriert es. Letzteres bedeutet, dass Uschi genau das macht, was Angela gerne möchte. Es ist also alles gut.
Das passt doch alles zum System: Deutschland wird soeben abgeschafft, da brauchen wir auch keine Bundeswehr mehr. Soll das, was von diesem Staat übrig bleibt doch Erdogan verteidigen. Die eingesparten Milliarden können wir zum gefahrlosen Transport von geschenkten Menschen aus Nordafrika, Afghanistan, der Türkei und Schwarzafrika verwenden. Und ein paar Großraumflugzeuge kann man ja reservieren für den Exodus der „nicht mehr lange hier lebenden“.
Ignoranz, Inkompetenz, Indolenz führen zu Insuffizienz. Wie meist, Herr Kraus, stimme ich mit Ihnen überein. Den Minister-Titel von Eppelmann kannte ich nicht. Das Verteidigungsministerium hatte über Jahrzehnte international respektierte Minister, die BW war für uns Bürger eine zuverlässige Schutzmacht, geachtet und geehrt. Schutz hat seit den „Schutzsuchenden“ eine vollkommen andere Bedeutung. Es sieht so aus, als ob diese „subalternen“ VerantwortungsGenderinnen mit aller Macht zeigen wollen, dass man uns nicht mehr will und die uns wichtigen Werte entzieht. Von Sprache bis Verteidigung. Mir ist keine FRAU bekannt, die sich um „Männer-Berufe“ wie vdL + ****** sie ausüben möchten, bewerben würde. Staatsversagen… Mehr
So langsam bekomme ich einen Begriff davon, was in meiner Grundwehrdienstzeit in der NVA (EK April 84) mein Zugführer meinte, als er sagte: „Vor der Bundeswehr braucht man keine Angst zu haben.“ Damals habe ich ihm nicht geglaubt – heute würde ich das unterschreiben.
Und dieses baufällige „Konstrukt“ soll 2019 die „Speerspitze der NATO“ werden? Da MUSS ein tieferer Sinn dahinter liegen. ……
Bin EK 81 (Oktober) und kann das nur bestätigen. Wessis meiner Generation meinten, der Westen hätte vor dem Osten viel mehr Angst gehabt als umgekehrt.
Herr Kraus, wenn die Einsatzbereitschaft der Luftwaffe ohnehin nur auf Rechenkünsten besteht, also sich real der Ziffer 0 annähert, dann ist der Verlust von ein paar Piloten unbedeutend, denn sie hätten ohnehin kein Flugzeug zur Verfügung, um ihre Einsatzbereitschaft zu erhalten.
Die Friedensdividende war nach der Wiedervereinigung sehr schnell aufgezehrt. Heute geht es den Linken, der Kanzlerin und vdL nicht mehr nur um Abrüstung, die Zerstörung der Landesverteidigung ist das gesetzte Ziel.
Kanzlerin und IBUK haben ganze Arbeit geleistet. Gestern stand die Bundeswehr noch vor einem tiefen Abgrund, heute ist sie schon einen großen Schritt vorangekommen…
Dank Ursula von der Leyen bin ich heute Sexist. Liebe Ursula, ohne dich hätte ich das nicht geschafft!
Aus der NZZ vom 04.05.2018 : „Die Bundeswehr ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Zeitweise waren von 299 Leopard-Panzern nur 99 einsatzbereit, von 6 U-Booten kein einziges; die 14 modernen Transportflugzeuge Airbus A400 M waren alle ausser Gefecht, ebenso vorübergehend die meisten NH-90-Helikopter. Die Liste der Ausstattungsmängel liesse sich fast beliebig verlängern. Zum Glück gibt es in Deutschland wenigstens den ADAC. Er schleppt das Pannenfahrzeug Bundeswehr ab und vermietet seine gelben Helikopter, damit die Militärpiloten wenigstens die vorgeschriebenen Flugstunden absolvieren können. Doch auch der ADAC kann nicht jede Lücke schliessen. Vergangenes Jahr haben 19 von 129 Helikopterpiloten wegen mangelnder… Mehr
Man kann das eigentlich gar nicht mehr kommentieren, was in diesem Land so „abgeht“ unter dieser Regierung (ebenso unter der letzten).
Jedes Wort dazu wäre schon der Ansatz einer Relativierung.
Man kann sich nur noch zurücklehnen, anschnallen, und zuschauen in welcher atemberaubenden Geschwindigkeit ein Land vor die Wand gefahren werden kann.
…. Und sich Gedanken machen wie man sich am besten auf den Aufprall und das Chaos danach vorbereitet.Markus H.
Und das nicht deshalb, weil die Protagonisten unfähig wären, das sind sie nämlich NICHT. Nein, es passiert, weil es genau so passieren soll. Es ist auch kein dummer Zufall oder schlecht geplant. Dieses Land wird bewusst zerstört.
Der Treppenwitz dazu ist, dass man andererseits darüber redet, und Planungen vorantreibt, um irgendwann zu einer ‚Europäischen Armee‘ zu kommen. Absolut kein Sinn dafür, dass man ‚es‘ vorher auf nationaler Basis mindestens gut, bis sehr gut können sollte.
Frau Merkel hat kein Interesse an einer Zukunft Deutschlands – zu dem Schluss kann man kommen, wenn man ihre Taten sieht.
Man sollte bei der BW auch mal die Rolle von McKinsey und Frau Suder genauer unter die Lupe nehmen.
Ihre Rente ist sicher. Kinder und Kindeskinder gibt es nicht. Hinter mir die Sintflut.