TE-exklusiv: Bundesregierung erklärt Familiennachzug zur Verschlusssache

Mehr als 20.000 Personen sind allein in diesem Jahr gesichert per Familienschutz eingereist, davon fast 16.000 aus Afghanistan. Das Innenministerium stuft die Zahlen als geheim ein – angeblich zum Schutz bilateraler Beziehungen. In Wahrheit will man wohl den Bürger nicht den tatsächlichen skandalösen Umfang offenbaren .

Es ist ein Skandal erster Güte, zudem ein doppelter, drei- und vierfacher. Die Bundesregierung dehnt die Zahl der Personen, die hier dank Schutztitel leben, immer weiter aus und behauptet dreist das Gegenteil. Eine Migrationswende ist all das ganz sicher nicht.

Vom 1. Januar bis zum 31. August dieses Jahres konnten insgesamt 21.565 Personen mittels Familienschutz nach Deutschland einreisen respektive ihren Aufenthalt im Lande sicherstellen. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Frage des AfD-Abgeordneten Peter Felser hervor, die TE exklusiv vorliegt. Deutsche Auslandsvertretungen stellten in diesem Rahmen 4.942 Visa aus, um Einreisen von Angehörigen zu ermöglichen. Der Familiennachzug wird damit gegenüber der „normalen“ Asylzuwanderung (47.296 Erstanträge bis Ende August) immer relevanter. Die sogenannte Kettenmigration, bei der eine illegale Einreise viele halblegale nach sich zieht, wird stärker. Bei den hier genannten Zahlen macht der Familiennachzug bereits fast ein Drittel aus, tatsächlich könnte er noch höher liegen.

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Noch brisanter wird die Sache durch den Hinweis „(VS-NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH)“, den das Bundesministerium des Innern seiner Antwort verpasste. Damit will das Ministerium angeblich verhindern, dass „die bilateralen Beziehungen“ zu etwa genannten Herkunftsstaaten belastet werden, womit wiederum „den Interessen der Bundesrepublik Deutschland Schaden“ zugefügt würde.

Diese Begründung ist offenkundig vorgeschoben, wirkt eher schon wie Hohn für die deutschen Bürger. Denn der Schaden wurde dem Land ja schon lange zugefügt, indem man auch in diesem Jahr wieder die Einreise von mehr als 20.000 Familienangehörigen zuließ, sie sogar aktiv förderte, ohne sie aber in irgendeiner Weise zu überprüfen. „Familienschutz“ – das klingt so gut. Aber wer schützt eigentlich die deutschen Familien vor dieser Migrationspolitik? Derzeit keiner.

TE veröffentlicht daher auch die Zahlen zu den Herkunftsländern und leistet den Bürgern dieses Landes damit sicher einen Dienst. Die übergroße Mehrheit der Fälle sind nämlich Verwandte von afghanischen Asylbewerbern. In 15.912 Fällen ließ die Bundesregierung Familienangehörige vom Hindukusch einreisen oder akzeptierte deren illegale Einreise im Nachhinein durch das Gütesiegel Familienschutz. In der Liste folgen die Verwandten von Syrern (1.637), Eritreern (1.149), Irakern (612) und Somaliern (611).

Regierung ließ fast 16.000 Afghanen zusätzlich ins Land

Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Angeblich setzt sich Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) für die Rückführung von Afghanen und anderen in ihr jeweiliges Land ein. In der Realität tut er genau das Gegenteil. Gerade einmal 250 Rückführungen nach Afghanistan gab es seit Dobrindts Amtsantritt. Im laufenden Jahr wurden daneben gerade einmal 655 Migranten an der deutschen Grenze zurückgewiesen, die ein Asylbegehren geäußert hatten.

Dem stehen nun allein auf dem Feld des Familiennachzugs via „Familienschutz“ knapp 16.000 Einreisen von afghanischen Familienangehörigen gegenüber. Klar ist zudem: Die Eingereisten mussten selbst kein Asylverfahren durchlaufen. Es reichte aus, mit einem Schutztitelträger verwandt zu sein.

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Die Einreisen via „Familienasyl“ kommen zu den übrigen Asylanträgen hinzu, bei denen wiederum die Afghanen mit großem Abstand führen: 13.780 afghanische Neuzugänge gab es bis Ende September dieses Jahres, darunter etwa 1.000, die zuvor schon in einem anderen EU-Land Asyl erhalten haben. Was unter Seehofer und Faeser noch als Unrecht beklagt wurde, das hat Alexander Dobrindt „nach neuem Recht“ sauber in eine eigene Kategorie einsortiert. EU-Neusprech dafür ist: „transnationale Folgeanträge“. Der Nutzen für Deutschland durch diese Operation ist krass negativ: Die Bundesregierung duldet und unterstützt die Ansiedlung von afghanischen Sippen in Deutschland auf allen Wegen.

Bekannt war schon, dass die Zweitanträge von Afghanen in den letzten Monaten stark zugenommen haben (10.854 bis Ende September). Der Grund dafür war ebenso bekannt: Afghanen hatten bislang häufig nur subsidiären Schutz in Deutschland, was den Familiennachzug eher erschwert. Durch die Revision ihres Asylantrags hoffen sie heute – auch dank der einschlägigen, wenn auch grob unrechtmäßigen pauschalen Rechtsprechung des EuGH zugunsten afghanischer Frauen –, den Schutzstatus als Flüchtlinge zu erlangen. Ihr Ziel: den Nachzug der Verwandten sichern, möglichst in Sippenstärke, was dann wiederum das eigene Prestige am Hindukusch wie in der hiesigen Parallelgesellschaft erhöht.

Die Afghanen führen die Asylstatistik in allen Kategorien an. Nirgends ist das Missverhältnis aus Neuzugängen und Folgeanträgen so hoch. Die Bundesregierung hat offenbar keine Antwort auf all das gefunden.

Zuerkennungen nach neuem EU-Recht werden nicht einmal erfasst

Ein weiterer Aspekt des Skandals ist: Die genannten Zahlen sind laut Antwort des Innenministeriums lückenhaft. Entscheidungen zur Zuerkennung von Familienschutz gemäß den neuen EU-Vorschriften aus dem Gemeinsamen EU-Asylsystem (GEAS), das seit Juni gilt, sind nicht enthalten. Denn sie werden „vom BAMF statistisch nicht erfasst“, so die Antwort des Innenministeriums.

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Das ist die schöne neue EU-Welt: Man gewährt Familienschutz auf neuen Wegen und verschleiert diese Tatsache im Nachhinein. Übrigens ist der neue EU-Familienschutz keineswegs strenger, sondern sogar großzügiger als der bisherige auf nationaler Ebene. Laut der GEAS-Regelung soll jeder Angehörige einen eigenen Asylantrag stellen, was die Transparenz erhöhen könnte. Aber wenn er beim Nachweis von Fluchtgründen scheitert, dann greift wie gehabt auch weiter die „Aufrechterhaltung des Familienverbands“ als ausreichender Schutzgrund. Unbesehen bleibt dabei, ob der Fluchtgrund des „Ankermigranten“ überhaupt noch gilt – etwa bei den mehr als eine Million Syrern in Deutschland.

Der Abgeordnete Peter Felser stellte gegenüber TE fest: „Während sich die Bundesregierung einerseits für die angeblich rückläufigen Asylanträge feiert, rückt sie andererseits zentrale Angaben zum Familiennachzug nicht heraus. Damit nicht genug: Bei der Verweigerung jeder Auskunft über die fünf häufigsten Staatsangehörigkeiten bei den erteilten Einreisevisa ist sie sich nicht zu schade für die Behauptung, diese Auskünfte würden das ‚Staatswohl‘ gefährden. Der Bürger hat aber ein Recht darauf, zu erfahren, wer auf welchem Ticket zu uns kommt. Wenn die Regierung ihm stattdessen mit Geheimschutz-Vermerken und hohlen Phrasen das Gefühl gibt, für dumm verkauft zu werden, muss sie sich nicht wundern, wenn ihr die angebliche Migrationswende kein Mensch abkauft.“

Die hier erfragten Zahlen bleiben bei aller Brisanz nur ein behördlich erfasster Ausschnitt aus der Realität: Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden insgesamt 43.739 Visa für den Ehegatten- und Familiennachzug ausgestellt, wie eine AfD-Anfrage aus dem Sommer ergab. Letztes Jahr waren es über 110.000 gewesen. Auch in diesen Zahlen dürften sich noch viele „asylbedingte“ Nachreisen verbergen, die nur nicht mehr direkt mit den illegalen Einreisen seit 2015 verbunden werden.

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Kommentare ( 67 )

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SoerenGrundlach
6 Tage her

Seit spätestens 2023 gibt es keine Ortkräfte mehr von Polizei und BW. Nur noch von linken NGOs umgelabelte Hilfskräfte, die Medikamente und Essen verteilen. Die Entscheidung, ein Verwaltungsakt , treffen de Facto die NGOs vor Ort. Gerade der importierte Steinzeit Islam dürfte die Situation in Deutschland noch deutlich verschlechtern. Ich bin für Familienzusammenführung . Allerdings nur im Heimatland. Afghanen wandern nur überwiegend in die Sozialkassen ein. Laut den Zahlen des Arbeitsminiteriums arbeiten gerade mal 3,4 % der afghanischen Frauen in kleinen Teilzeitjobs. Wer vor der Abreise ins gelobte Land mit seiner fünfköpfige Familie rund 360 Euro Jahreseinkommen bekam und hier… Mehr

Rasparis
6 Tage her

Die Politmischpoke der BRD -ggf. ohne „AfD“, aber das ich nicht sicher- wird lügen, bis sie koxxt, um den Kalergi-Plan umzusetzen.Und natürlich mit dem geraubten Geld und Gut der „Bürger“, schließlich steht man imDenst des „höchsten Zwecks“. In der BRD mit tätiger Beihilfe des „Deutschen Beamten“, der, wie wir spätestens seit 1933-1945 wissen, jedes Verbrechen ausführt, wenn er sich nur durch „Befehl“ gedeckt wähnt und seine paar Silberlinge in die gierige Klaue bekommt. Bis die gottspielenden Br.Maurer ihren „Neuen Menschen“ und ihre „One (new) World“ erschaffen haben. Eine andere Aufgabe hat diese jahrhundertealte Struktur hinter wechselnden Masken, die das Dauerschleifen-Geschwätz… Mehr

Last edited 6 Tage her by Rasparis
Tom Engel
6 Tage her

Mein Erster Gedanke: Manno, lasst doch diese paar Leutz in Ruhe. Die machen den Kohl auch nicht mehr fett…
Das Unsere „Politriks“ nicht die (volle) Wahrheit sagen (wollen) , wissen wir ja nun Alle.

Last edited 6 Tage her by Tom Engel
HarryDax
2 Tage her
Antworten an  Tom Engel

„diese paar Leutz“ machen hier die größten Problem! Verstehst DU?

Tom Engel
2 Tage her
Antworten an  HarryDax

Mir persönlich machen die keine „Schwierigkeiten“. Ist halt Bay. Provinz. Aber gut. Ich verstehe was Sie meinen.

Rainer Schweitzer
6 Tage her

Diese ganze Migrationspolitik der CDUSPDGrünenLinken nimmt so langsam Züge eines regelrechten Landesverrats an. Wir haben seit gut 10 Jahren Landesverräter in die Regierungen gewählt.

Privat
6 Tage her

Sie verweigern den eigenen Bürgern Überlebenswichtige Auskünfte über ihr schreckliches Verhalten – Das Parteienkartell der Lügner und der Betrüger muss verschwinden.

Supersilent
6 Tage her

Migrationswende ? Da kann man nur noch lachen. Gestern in Hemer eine Kleinstadt in NRW, beim Einkaufsbummel. Nach dem achten Kopftuch habe ich aufgehört zu zählen. Hinzu kamen noch zwei „Damen“ die vollverschleiert mit Burka unsere Kultur bereichert haben. Es ist sehr schwer noch eine Apotheke oder einen Bäcker zu finden wo man nicht von einer Dame mit jener kunterbunten Kopfbekleidung begrüßt wird. In solchen Läden kaufe ich schon lange nicht mehr ein, verlasse diese umgehend. Das komplette Altparteien-Kartell belügt uns weiter, spricht von Migrationswende und betreibt genau das Gegenteil. Dieses Land wird weiter mit nicht integrierwilligen, kulturfremden Menschen geflutet. Schon… Mehr

Last edited 6 Tage her by Supersilent
Heptamer
7 Tage her

Man muss sich wirklich fragen, was ist in all die Menschen an Irrsinn gefahren, immer noch an positive Effekte der unbegrenzten Migration aus Ländern wie Afghanistan, Syrien oder dem Irak zu glauben? Jeder, auch die alten Leute mit handkolorierten Pappschildern, die sich so gerne auf Demos ganz doll „gegen Faschismus“ geben und alberne Hüpfübungen veranstalten, scheinen so senil oder gar debil zu sein, die wahre Gefahr des radikalen Islamismus nebst Messermännern, Vergewaltigern und Gewalttätern nicht zu erkennen. Und so opfern sie ihre „Enkel“, vermeintlich um ihrem armseligen Leben etwas „Sinn“ zu geben.

Eddy08
7 Tage her

Es ist schon traurig wenn eine Politikerkaste, der Staat Geheimniss vor dem Bürger hat, für dessen Wohl und in dessem Sinne er zu entscheiden und zu regieren hat. Daher hat er alle Fakten und alles an Wissen mit der Bevölkerung zu teilen, damit der Bürger feststellen kann auf welcher Basis der Herr Politiker seine Entscheidungen trifft. So wäre es, wenn man eine Demokratie hätte. Da es anders ist, kann jeder seinen Namen dieser derzeitigen Staatsform seit 49 geben. Zu beachten ist das auch wenn ich ein Auto Rakete nenne, es immernoch ein Auto ist. Und „Unsere Demokratie“ wird auch keine… Mehr

Juergen P. Schneider
7 Tage her

Der ganze Wahnsinn geht einfach weiter. Eine Mehrheit glaubt immer noch treudoof die Lügen des links-grünen Altparteienkartells, das unser Land ruiniert. Wer dem links-grünen Kartell eine Stimme gibt, macht sich mitschuldig am Untergang unseres Landes.

giesemann
7 Tage her

„Damit will das Ministerium angeblich verhindern, dass „die bilateralen Beziehungen“ zu etwa genannten Herkunftsstaaten belastet werden, womit wiederum „den Interessen der Bundesrepublik Deutschland Schaden“ zugefügt würde.“ Darum geht es. Afghanistan sitzt inmitten des größten Marktes weltweit, dem muslimisch-indischen. Ein Markt, schnell wachsend dank „Kinderehen“, vollgestopft mit Rohstoffen zum Bezahlen – ideal für ein rohstoffarmes Exportland wie DE. Die Hauptkonkurrenten GB und FR ticken genauso. So ist die doch merkwürdig islamophile Politik allenthalben zu erklären – obwohl Islam allem, was uns ausmacht, diametral entgegen steht. Hier gilt: It’s the economy, simply. Man setzt eben Proritäten. Oder Taten. Und das ist nicht… Mehr

Rasparis
6 Tage her
Antworten an  giesemann

Mir ist jetzt nicht klar, welcher „Markt“ im mittelalterlichen Afghanistan erschlossen werden soll, dessen Wirtschaftsleistung am Ende aller Staaten steht. Das ist m.A.n. bereits in Indien, das ich einige Male bereist habe und das wirtschaftlich ganz anders entwickelt ist als der bettelarme Übernachbar im Nordwesten, mit Blick auf das die Masse der Bevölkerung in ein Korsett der Armut zwängende Kastensystems sehr fragwürdig, denn nur die relativ kleine, gebildete und „westlich“ orientierte Oberschicht hat bei weitem nicht das Gewicht, was sie scheinbar auf Indien projiziert. Das ist eher ein v.a. im „Westen“ mit Blick auf China medial geschaffenes, potemkinsches Dorf m.A.n.,… Mehr

Last edited 6 Tage her by Rasparis