Die Schaumweinsteuer sollte 1902 dabei helfen, dass Kaiser Wilhelm II. noch mehr Schlachtschiffe gegen England schicken könnte. Das Kaiserreich ging wie die Flotte unter. Nun will Lars Klingbeil diese Abgabe ab 1. Januar 2027 um 20 Prozent erhöhen.
IMAGO / Arkivi
Vor 124 Jahren hatte die kaiserliche Marine neun fertiggestellte Schlachtschiffe der Brandenburg-Klasse und der Kaiser-Friedrich-III.-Klasse, während weitere Schiffe der Wittelsbach- und später Braunschweig-Klasse noch im Bau oder in Erprobung waren. Die große Flottenaufbau-Welle war eben erst angelaufen – 1902 war die Flotte noch deutlich kleiner als die Royal Navy und befand sich im rasanten Ausbau.
Für den Aufbau der Flotte brauchte Kaiser Wilhelm II. noch mehr Geld: Die Begründung im Gesetzgebungsverfahren lautete, dass bei stark steigenden Wehrausgaben auch der Schaumwein besteuert werden müsse. Die Einnahmen deckten aber nur einen Bruchteil der Rüstungskosten – im Jahr 1905 etwa 0,6 Prozent.
Die Flotte und auch das Kaiserreich gingen unter, die Steuer überlebte. Sie wurde zwar zeitweise ausgesetzt (etwa 1933 zur Konjunkturankurbelung) und später wieder eingeführt, die letzte Erhöhung fand 1982 statt.
Steuer auf „Luxus-Getränk“
Auch wenn die kaiserliche Marine nun schon seit 21. Juni 1919 am Grund von Scapa Flow liegt, will nun Bundesfinanzminister Lars Klingbeil die seit 126 Jahren bestehende Schaumweinsteuer um 20 Prozent anheben – das geht aus Gesetzentwürfen und dem Haushaltsbegleitgesetz für 2027 hervor, über die unter anderem die WELT berichtete. Betroffen sind Sekt, Champagner, Prosecco und vergleichbare Schaumweine sowie parallel die Alkoholsteuer auf Spirituosen, Zwischenerzeugnisse und Alkopops.
Wenn die Bundesregierung auch mit den zusätzlichen Einnahmen nach dem Vorbild von Kaiser Wilhelm II. aus der Schaumweinsteuer Rüstungsgüter – etwa auch für die Ukraine – bezahlen will, wird das nicht wirklich viel bringen: Mit den 65 Millionen Euro an Zusatzeinnahmen durch die Sektsteuer könnte der Krieg in der Ukraine nicht länger als acht Stunden und 13 Minuten finanziert werden. Die täglichen Kosten des Krieges gegen Russland summieren sich laut der Vorsitzenden des Haushaltsausschusses der Werchowna Rada, Roksolana Pidlasa, auf 190 Millionen Euro pro Tag.



Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
Wir haben früher unseren Apfelwein selbst gemacht und das Obst von der Streuobstwiese zum Schnapsbrennen gebracht. Bald sind wir wieder da. Bier kann man angeblich auch zu Hause brauen… Mir fällt dazu die Sake Steuer in Japan ein: sie wurde bald wieder abgeschafft, weil die Leute schwarz gebraut haben. Der Bürger kann sich wehren. Nur am Rande: Zigarren aus selbst angebautem Tabak sind auch steuerfrei 😉
Zahlt ihr BRD Schafe, zahlt und jammert. Und demonstriert gegen Rechts und wählt Rot Grün.
Die Deutschen brauchen Steuern bis sie quietschen, sonst ändert sich nichts.
So ähnlich hat das schon Fischer formuliert. Bildungsniveau: Taxischein.
Da hat TE bzw. da hat Herr Schmitt wieder eine schöne Meldung geschrieben. Ich musste mich amüsieren, und das ist in diesen Zeiten der dümmsten Regierung der Welt 2.0 eine Rarität geworden. Und sie hat dieses Verdikt wahrhaftig verdient, denn sie hat noch nicht mal die Sache aus dem Diktatoren- & Demokraturen-Handbuch mit dem Brot und den Spielen kapiert…
Sie mögen es nicht so erfassen, aber es sind vor allem die dümmsten Wähler der Welt. BRD eben.
#Für 2027 werden aus allen Alkoholsteuererhöhungen insgesamt 380 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen erwartet, bei voller Jahreswirkung etwa 455 Millionen Euro pro Jahr.# – Wie lange kommt Selensky damit aus – drei Wochen oder drei Tage?
3 Stunden.
War es Klingbeil oder zuständigkeitshalber doch eher Pistorius ?
Fûr die Einnahmen aus der Alkoholsteuer bin ich zuversichtlich, dass sie bei fortgesetztem wirtschaftlichem Niedergang DEUTLICHER als erwartet zunehmen werden.
Selbst sich Deutschlands Situation schön zu trinken wird jetzt teurer.
Es gibt einfach nicht genug Drogen auf der Welt um sich die BRD schön zu machen.
Rückfrage @Skeptiker: Machen die zahlreichen Neubürger nicht einen Bogen um derart besteuerte Produkte?
Kann schon sein. Ich sehe da gerade eine Sendung im TV über Ladendiebstahl in D. Alle Diebe waren Migranten. Die Aufpasser auch. Das bedeutet doch, dass ab einer Mentalitätsstufe von LmaA die Alk-Steuer ihren Zweck verliert, weil man dieses Stöffchen dann einfach klaut. Das wird so auch mit Tabak sein. Oder man macht das illegal zu Hause. Tabak und Canabispflanze auf dem Balkon, im Garten Mohn und in der Garage wird Schnaps gebrannt. Oder halt geschmuggelt. Man kann nicht alle einknasten, denn unsere Knasts sind mit Migranten schon vollgerammelt. Wer kein ausreichenden Schotter hat wird ins Bürgergeld gehen und nebenbei… Mehr
Irgendwie muss der Schadenersatz für die Niederländische Werft doch finanziert werden.(„Hauptauftragnehmer für die F-126 war die niederländische Damen Schelde Naval Shipbuilding (DSNS).“
https://www.ndr.de/nachrichten/info/pistorius-beendet-fregatten-projekt-mit-folgen-fuer-werften,fregatten-104.html
Noch dazu waren die kaiserlichen Schlachtschiffe eine völlige Fehlinvestition. Sie brachten England im Frieden gegen uns auf und konnten im Krieg die Blockade Deutschlands, die wohl der wesentlichste Einzelfaktor für die Niederlage war, niemals durchbrechen.
England im Frieden , wann war das.
Die deutsche Aufrüstung , ein ganz normaler Akt der Selbstverteidigung,
nach Jahrhunderten der Wehrunfähigkeit.
Apropos England , die Plünderung der Spanischen Armada , durch „Freibeuter“ erfolgte um einen Krieg zu provozieren. Zurückhaltung und Diplomatie , waren nie die Stärke der Britten.
Das Märchen vom „Agressiven deutschen Gen „,
Ist entscheident für die Geschichtsschreibung und nur wenige korrigieren sie.
Die Arroganz der Inselbewohner die nicht akzeptieren konnten (und können) dass ihnen noch nicht das dt Reich als Kolonie gehört; wurden sie doch von diesem 2x so richtig zurechtgestutzt. Nur die USA konnten sie vor der dt. Kolonisierung retten. Ansonsten haben die auch bisher voll versagt. Dort leben nun fast mehr Migranten als indigene Menschen mit Bowler, Regenschirm und Spleen. Retrograde Kolonisierung durch Migration könnte man das nennen.
Wäre die kaiserliche Flotte in einem besseren Zustand, dann hätten wie in der Straße von Hormus mal zeigen können, wo der Hammer hängt. Mit alter deutscher Wertarbeit – nicht Fantasiefregatten von heute. Aber weil hier alles an paar Steuern rummäkelt, hat es nicht sollen sein. Was ist eigentlich aus Frau Merkels Flugzeugträger geworden?! Wenigstens diese Steuer ist uns erspart geblieben. Bisher.
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/werft-milliardenforderung-fregatte-bundeswehr-100.html
https://www.welt.de/wirtschaft/article190197105/Ruestung-AKK-schlaegt-gemeinsamen-Flugzeugtraeger-mit-Frankreich-vor.html
PS: Die Liste, was man in Tschechien beim Tanken mitbringt, wird immer länger.
„Was ist eigentlich aus Frau Merkels Flugzeugträger geworden?“ Deutschland hatte schon einmal einen Flugzeugträger, der nicht rechtzeitig fertig wurde, die Graf Zeppelin.